Wie dreht man die Baubranche auf links?

Shownotes

Unser heutiger Gast ist Lewin Fricke. Lewin arbeitet beim Start-up Triqbriq und ist dort für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Triqbriq ist Gewinner des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2025 in der Kategorie Produkte. Das Unternehmen fertigt und vertreibt ein System, das modularen Holzbau ermöglicht.

Wir wollten wissen: Wie fühlt es sich an, heute in der Baubranche zu gründen, und wie geht es Start-ups im Bausektor derzeit? Wie kann man die Baubranche als Start-up verändern und wie verändert man überhaupt etwas?

Lewin erzählt uns von Aufbruchsstimmung, Mut und großen Erwartungen, aber auch von Problemen, Unsicherheiten und Nachtschichten. Und über allem schwebt die Frage: Was muss man tun, um ein etabliertes System zu verändern?

Eine Folge, die sich der Perspektive von Start-ups auf die Baubranche, auf Nachhaltigkeit und auf nachwachsende Rohstoffe widmet.

Also: Viel Spaß beim Hören!

Homepage: www.ingbw.de Kontakt: ingcast@ingbw.de Jingle und Musik: www.songfabrik.com

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00:00:17: Herzlich willkommen zum Inchcast, dem Science Talk der Ingenieurkammer Baden-Wittenberg.

00:00:23: Unser heutiger Gast ist Levine Fricke.

00:00:26: Levine arbeitet beim Start-up Trick-Prick und ist dort für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

00:00:31: Trick-Prick ist Gewinner des deutschen Nachhaltigkeitspreises, in der Kategorie Produkte.

00:00:38: Das Unternehmen fertigt und vertreibt ein System, das modularen Holzbau ermöglicht.

00:00:44: Wir wollten wissen, wie fühlt es sich an, heute in der Baubranche zu gründen und wie geht es Start-ups im Bausektor derzeit?

00:00:53: Wie kann man die Baubranche als Start-up verändern und wie verändert man überhaupt etwas?

00:00:58: Lewin erzählt uns von Aufbruchsstimmung, Mut und großen Erwartungen, aber auch von Problemen, Unsicherheiten und Nachtschichten.

00:01:07: Und über allem schwebt die Frage, was muss man tun, um ein etabliertes System zu verändern?

00:01:14: Eine Folge, die sich der Perspektive von Start-ups

00:01:16: auf die Baubranche,

00:01:18: auf Nachhaltigkeit und auf nachwachsende Rohstoffe widmet.

00:01:22: Also viel Spaß beim

00:01:24: Hören.

00:01:29: Ja, herzlich willkommen zu unserer heutigen Folge.

00:01:32: Unser Thema heute ist...

00:01:34: Der erste neuen Folge in der neuen Staffel.

00:01:36: Herzlich willkommen.

00:01:37: Vielen Dank.

00:01:39: Neues Jahr Neustaffel.

00:01:41: Unser Thema heute, wie dreht man die Baubranche auf links?

00:01:45: Und links neben mir sitzt Levine Fricke.

00:01:48: Er ist für die Leitung der Öffentlichkeitsarbeit bei Trickbrick zuständig.

00:01:52: Habe ich es richtig ausgesprochen?

00:01:54: Perfekt.

00:01:54: Okay.

00:01:56: Und ich freue mich, dass du da bist.

00:01:58: Hallo, Levine.

00:01:59: Vielen Dank für die Einladung.

00:02:00: Die Stimme, die Sie gerade gehört haben, gehört Davina Übelacker, der Geschäftsführerin der MBW.

00:02:06: Und die Stimme war Witold Bünger.

00:02:08: Er ist zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit hier bei uns im Haus.

00:02:12: Gut, Levine, bevor wir so ein bisschen da weiterreden, worüber wir eben schon geredet haben, wollen wir dich kurz als Person ein bisschen kennenlernen.

00:02:20: Und das machen wir auch in einem neuen Jahr mit unseren berühmten drei Anfangsfragen.

00:02:25: Die erste lautet, das wollte ich als Kind werden.

00:02:28: Hm, ich wollte zur Polizei, tatsächlich, ne?

00:02:31: Da hatte ich wirklich Lust drauf.

00:02:33: Im besten Fall hatte ich mir so vorgestellt nach einem Abi-Jungen gehobener Dienst.

00:02:38: hatte dann aber eine Knieverletzung, so wie man beim Profisport, da muss ich sagen, ich wäre eigentlich Profifußballer geworden, wenn der Kreuzbandriss nicht gewesen wäre, so war es bei mir quasi mit der Polizeikarriere.

00:02:46: Ich konnte dann den Sporttest nicht machen, deswegen bin dann noch mal ins Ausland für ein gutes Jahr und habe mich dann für ein Studium der Politikwissenschaft entschieden.

00:02:55: Okay, okay, aber bis dann, aber wie?

00:03:00: In dem Baustartup gelandet.

00:03:02: Ja, mir war immer klar, dass ich an dieser Schnittstelle Medien

00:03:06: Wirtschaft, Politik,

00:03:09: bisschen auch Gesellschaft arbeiten möchte.

00:03:10: Okay, also dieses Mediending war schon schon früh da.

00:03:13: Ja,

00:03:13: nicht nur das Mediending, sondern wirklich diese Schnittstelle aus diesen drei Thematiken.

00:03:18: Und hab dann quasi mit Trick Break eine Rolle gefunden, wo ich das genau machen kann, eins zu eins.

00:03:23: Und mit Freundinnen und Freunden zusammen ist eine Traumvorstellung.

00:03:28: Schön.

00:03:29: Okay, nächste Frage.

00:03:36: Also angefangen hat es quasi noch während meinem Studium, da habe ich in einer klassischen Public Affairs Agentur gearbeitet.

00:03:41: Was

00:03:41: hast du studiert, Levin?

00:03:43: Ich habe Politikwissenschaft studiert und wie viele Politikwissenschaftler bin ich dann quasi schon während meinem Studium eben in so einer Agentur gelandet und habe da auch schon total viel gelernt, habe aber eben auch gemerkt, dass jetzt nur das Reine am Laptop und im Büro sitzen nicht so meins ist, dass ich halt schon auch irgendwie noch mal ein bisschen mehr mit Menschen zu tun haben will und auch irgendwie so ein bisschen das praktische irgendwie so miterleben möchte.

00:04:04: Und dadurch, dass sage ich mal die Gründer von Trickbrick und ich schon seit Jahren befreundet sind und wir auch schon in anderen Kontexten auch immer baulichrelevant zusammengearbeitet haben.

00:04:15: Ich war mal so, zeitlang hatte ich ein Kleingewerbe und konnte da immer Rechnungen schreiben, war mir klar, das muss einfach mehr Richtung Bau gehen und irgendwie so meine kommunikative Ader und so diese Netzwerk Ader und dieses.

00:04:25: Bauen, das muss einfach irgendwie zusammenfinden und das hat dann auch zusammengefunden.

00:04:29: So habe ich mir das vorgestellt und so ist es dann auch geworden.

00:04:31: Also so ein bisschen manifestiert und dann ist es auch genauso eingetreten.

00:04:35: Durch die Manifestation, okay.

00:04:37: Und das harte Arbeiten.

00:04:38: Und das harte Arbeiten.

00:04:39: Ach so, Artist muss man auch.

00:04:40: Ja, das gehört leider dazu.

00:04:41: Ah, okay, das finde ich nicht so gut.

00:04:44: Levine, diese Errungenschaft meiner Branche fasziniert mich bis heute.

00:04:47: Ich würde sagen, kleine Branche würde ich jetzt mal nicht diese PR-Branche nehmen, sondern eher die Baune und Nachhaltigkeit.

00:04:53: Du meinst die Errungenschaften der Branche oder unsere Errungenschaften in der Branche?

00:04:57: Einer, was dich persönlich fasziniert, was eine Sache, die du in dieser Branche mal begegnet bist, die du irgendwie toll fandest, die dich irgendwie beeindruckt hast.

00:05:07: Kann auch so historisch oder so sein.

00:05:08: Ja,

00:05:09: gehört jetzt ein bisschen zu dem davorgesagten und ist wahrscheinlich auch nicht so zu hundert Prozent die Antwort auf die Frage, aber einfach eine Sache, die ich sehr, sehr schön finde.

00:05:16: Ich bin unfassbar dankbar, dass ich in einer Branche arbeiten darf, in der sich Dinge wirklich manifestieren.

00:05:22: Man wirkt auf was hin und dann sieht man ein Gebäude entstehen.

00:05:27: Und den Menschen leben und so.

00:05:28: Genau, in dem Menschen leben, in dem Dinge passieren.

00:05:30: Aber vor allem erst mal wirklich ganz originär, dass es sich einfach physisch manifestiert.

00:05:35: Also ich mache natürlich auch viel Powerball in Präsentationen und schreibe Pressemitteilungen und verfasse irgendwelche Texte.

00:05:40: Aber dieses Gefühl zu wissen, es gab hier mal irgendwie originär eine Idee, in unserem Fall zum Beispiel die Bricks, aber das Bauen ist ja viel mehr als jetzt nur ein Baustein in der Wand.

00:05:49: Und dann steht man erst mal auf der Bodenplatte und dann sieht man ein Gebäude wachsen und irgendwann steht man vor diesem fertigen Gebäude.

00:05:55: Das ist was, das begeistert mich jedes Mal aufs Neue.

00:05:58: Also das meine ich jetzt nicht so pathetisch gesprochen, sondern wirklich, da hat man echt Gänsehaut, finde ich.

00:06:03: Also es ist sehr dankbar, dass ich in einer Branche arbeiten kann, die so was einfach ermöglicht, wo so was einfach der Modus Operandi ist.

00:06:11: Hattest du schon immer in Bezug irgendwie zur Bauproche oder hat sich die entwickelt?

00:06:15: Meine Onkels haben einen Installateur Betrieb und deswegen, also schon, als ich noch zur Realschule gegangen bin, stand ich in den Sommerferien quasi immer in einen Heizungskeller und habe Rohre installiert und gemacht und getan.

00:06:28: Und dann eben, ich hab's ja vorhin schon mal angedeutet, ich habe ja mit den Gründern von Trick Break, vor allem mit Max und Timo schon auch während meinem Studium in Mannheim damals zusammengearbeitet.

00:06:38: Und da war es so, dass die alle, die kommen aus dem Kletter-Sport, Max und Timo, die waren Profikletterer und wie so viele Profikletterer sind Max und Timo dann im Industrie-Kletter gelandet.

00:06:47: Haben wirklich eigene Kletterwände gebaut, irgendwann hier in Stuttgart sogar eine ganze Kletterhalle gebaut, die Rockerei.

00:06:53: Ach krass.

00:06:54: Ja, die haben Timo und Max wirklich gebaut und auch betrieben eine Weile.

00:06:57: Die gibt's noch?

00:06:58: Die

00:06:58: gibt's noch.

00:06:59: Also die hieß früher Clive Max, Max, Max.

00:07:03: Und wurde dann in die Rockerei umbenannt.

00:07:05: Das war auch tatsächlich die erste... Zwillingshalle, also wo quasi Seilklettern und Bouldern in einer Halle stattgefunden hat.

00:07:14: Genau, aber wie gesagt dann eben Industrieklettern, also kennt man ja die Leute, die von den Hochhäusern runterhängen, die Scheiben putzen, aber eben auch ganz viel andere handwerkliche Arbeit machen, wo die eigentlichen Handwerke halt nicht hinkommen, weil der Zugang schwierig ist.

00:07:25: Und ich habe während meinem Studium in Mannheim in der Boulderhalle gearbeitet, die auch dem Team gehört und bin dann so zum Industrieklettern gekommen, habe da ein Kleingewerbe angemeldet und bin dann eben immer auf Rechnung.

00:07:35: Industriekleidern gegangen und sich dann auch weiter aufbaustellen.

00:07:37: Sich

00:07:38: vom Hochhaus abseilen um so Fenster putz zu putzen, das nennt man Industriekleidern.

00:07:41: Genau, und das gehört

00:07:42: auch zum ersten mal gehört.

00:07:44: Ja, aber gehört auch in die Baubrausche mit rein, aber wir haben hauptsächlich was haben wir gemacht.

00:07:48: Wir haben Hochhegalager gebaut, Rauchabzugsanlagen gebaut, Lampenwechsel in großen Industriehallen gemacht, die Bahnhof in München-Gladbach-Kern saniert und das Geschäft wurde dann tatsächlich immer baulastiger.

00:08:00: Und irgendwann ist daraus dann die Trickbreak AG entstanden, weil man gesagt hat, wir wollen jetzt in dieser Bauwelt wirklich was verändern.

00:08:07: Das heißt, du warst auch Industriekletterer?

00:08:10: Ja.

00:08:11: Das ist ja ein richtig witziger Beruf auch, das habe ich ja nie gehört.

00:08:15: Cool.

00:08:15: Das heißt, wenn Leute eine Affinität zum Klettern haben und es jetzt nicht irgendwie wie die Huberbuben hauptberuflich machen, dann wären sie Industriekletterer, oder?

00:08:23: Max und Timo haben es schon hauptberuflich gemacht, die waren wirklich Profis.

00:08:26: Also Timo, der war auch von den Huberbuben, der hat einen Weltcup gewonnen.

00:08:30: Ach krass.

00:08:30: Timo war Weltspitze.

00:08:32: Aber diese Karriere geht ja jetzt auch nicht ewig.

00:08:35: Und klar kann man dem Klettern treu bleiben, aber da hat man sich dann eben beruflich weiterentwickeln.

00:08:40: Man kam halt das Industriekletter und jetzt halt ganz, ganz kerngeschäftmäßig so das Bau besen und vor allem die Baustoffherstellung.

00:08:48: Ist es so voll aufregend?

00:08:51: Also weil es gibt ja einen Berliner Rapper, namens Contra K, der war auch voll Industriekletter und Fensterputze.

00:08:58: Und der hat, mit dem er sich mal ein Interview gehört und der meinte auch, er hat, glaube ich, weiß nicht, ich werde jetzt keine falsche Innovation verbreiten, er hat immer noch so ein Unternehmen, was das macht, weil das macht irgendwie auch so viel Spaß.

00:09:07: Ja, der Max hatte so ein Unternehmen auch noch hinter Timo.

00:09:10: Wie Ermax, gehen wir jetzt auch hier in Stuttgart.

00:09:12: Okay.

00:09:12: Genau.

00:09:13: Ich gehe jetzt nicht mehr, also wir hängen jetzt alle nicht mehr im Seil, aber da waren einige aufregende Jobs dabei, kann ich auf jeden Fall sagen.

00:09:19: Also ein paar hundert Meter reicht noch fünfzig Meter.

00:09:23: Also wenn man da mal über so eine Fassade rübergeht.

00:09:26: Macht schon Spaß.

00:09:27: Ja, ja, ja, cool.

00:09:28: Ja, und

00:09:28: bestimmt auch voll witzig, wenn man sich da so runterlässt oder an den Leuten so ins Büro guckt oder was auch immer, was dann da so abgeht.

00:09:33: Da sieht man wahrscheinlich auch Sachen, die...

00:09:35: Ja, ja, ja.

00:09:36: Ja, ganz unterhaltsam sind.

00:09:38: Ja, ja, ja.

00:09:38: Hast du da so eine witzige Anekdote, dass du mal so was ganz Kasses gesehen hast?

00:09:43: Ich leute dich in ihrem Wohnzimmer.

00:09:44: Ich war

00:09:44: tatsächlich, also so diese klassische Gebäudehochausreinigung, die hab ich selber gesehen gemacht.

00:09:49: Ich war wirklich mehr so in den Industriehallen, ja, so Rauchabzug, Lampenwechsel.

00:09:53: Das war viel das, was ich so gemacht hab.

00:09:55: Wir hatten mal eine Fassadenreinigung, wo ich dabei war, aber das war, da war wenig Fensterfläche, da ging es mir, wir haben eine WDVS-Fassade, die so Algen wegmachen.

00:10:02: Nix Weltbewegendes.

00:10:05: Okay.

00:10:06: Jetzt haben wir immer wieder schon den Namen Trick-Brick gehört.

00:10:11: Erzähl doch mal, was macht denn euer Unternehmen?

00:10:14: Genau, also vielleicht nochmal da beim Bau allgemein anfangen.

00:10:16: Wir haben dann, sag ich mal, im Rahmen uns bei verschiedensten Bauteiligkeiten einfach festgestellt, hier läuft einfach was falsch in der Branche.

00:10:23: Und dann haben wir den Werner Grosse kennengelernt, ein Architekten, auch hier aus Stuttgart, ursprünglich, der schon so verschiedene Holzbausysteme auf den Weg gebracht hatte.

00:10:34: Und für ein Bauprojekt waren wir eben auf der Suche nach Holzbausystemen, haben ihn dann eben kennengelernt und fanden sein System super und haben dann einfach festgestellt, dieses Holzbausystem, so wie der Werner sich das gedacht hat, das müsste man eigentlich in den Markt bringen.

00:10:47: Was ist da die Crux?

00:10:48: Am Ende des Tages geht es darum, dass wir Holzbausteine herstellen, Und diese Holzbausteine bestehen aber aus vielen kleinen Holzelementen, die wir in einer dreiaxialen Verbindungsstruktur zusammenfügen, nur mit Buchenholztypel.

00:11:02: Also wir haben keine künstlichen Verbindungsmittel wie Klebstoff oder Schrauben oder irgendwas anderes chemikalisches.

00:11:08: Dieser Baustein besteht dann zu hundert Prozent aus Holz.

00:11:11: Und mit diesen Bausteinen kann man dann eben im Verband Wendemauern, man steckt die also zusammen, die am oben noppen und unten im entsprechende Sacklöcher, man steckt die im Verband zusammen und so entstehen dann tragene Außenwände.

00:11:22: und auch Innenwände.

00:11:23: Und das Tolle ist, vom Produktdesign her sind die Zirkulärgedacht.

00:11:27: Das bedeutet, man kann die einzelnen Verbindungen der Bausteine im Wandsystem wieder lösen, diese Bausteine also ausbauen und dann eben nach einer Prüfung wieder in neue Gebäude bringen.

00:11:38: Und diese Kleinteiligkeit im Baustein macht es uns auch noch möglich, ein Holz niedrigerer Qualität einzusetzen.

00:11:44: Es gibt ja die berechtigte Debatte im Holzbau, dann bauen allgemein.

00:11:48: Haben wir denn überhaupt genug Holz, um jetzt die Holzbauquote in Deutschland noch weiter hochzufahren?

00:11:53: Da haben wir, kleiner Sidehack, auch bei dem Holzbaupodcast eine Folge, die heißt, reich das Holz.

00:11:59: Genau, genau.

00:12:00: Also hörte doch mal, hörte doch mal da rein, wenn Sie das, die Frage jetzt auch noch interessiert.

00:12:05: Genau, und unser Ansatz ist da eben zu sagen, wir können dieses Holz in niedrigerer Qualität hernehmen und das rechtfertigt ist quasi trotzdem dann in einem massiven Holzbausystem wirklich zu bauen.

00:12:15: Und das bringen natürlich ganz viele Bauphysikalische Vorteile.

00:12:18: Mit Blick auf die Behaglichkeit, die feuchte Regulierung im Gebäude und so weiter.

00:12:22: Und wir retten halt faktisch Holz vor Wertschöpfungsketten, die halt dann doch schnell in der thermischen Verwertung enden.

00:12:28: Also Holz ist, wir einkaufen, landet ansonsten oft in zum Beispiel Europaletten, Einwegverpackungen und solchen Wertschöpfungsketten.

00:12:35: Und das ist natürlich aus unserer Sicht eigentlich zu schade.

00:12:39: Und wie stellt man aus diesem Abfallholz, nenne ich es jetzt mal, diese Bausteine her?

00:12:43: Wenn die so wie so ein Diamant zusammen gepresst, oder?

00:12:47: da lade ich jeden erst mal herzlichen ab überwiegend zu uns in die produktion ein.

00:12:50: da kann man sich bei uns auf der webseite jeden zweiten donnerstag einfach in der anwender demo buchen kann sich das kostenlos sehr sehr transparent alles anschauen also wirklich von abes z aber wie es am ende des tages funktioniert.

00:13:00: wir kaufen diese holzbalken im regelfall vom selgewerk manchmal das versuchen wir gerade hochzufahren.

00:13:07: weiter auch tatsächlich schon aus dem rückbau.

00:13:10: also wir haben zum beispiel von dem start-up auch dass sie auch hier in stuttgart sind unter anderem von konkular schon rückgebaute Dachbalken gekauft haben die dann wieder klein gesägt und dann eben mit unserer Roboteranlage in Tübingen in der Produktion daraus dann diese Bausteine wiederhergestellt.

00:13:25: Stand jetzt immer noch in der Situation, dass wir da teilweise in Robotik, teilweise in Handarbeit arbeiten.

00:13:33: Ende Q.I.S.

00:13:34: ... ... in den Anlagen dastehen.

00:13:40: Die das quasi übernehmen, dass man keine händische Arbeit mehr erbringen

00:13:44: muss.

00:13:44: Genau, also wir haben dann quasi der Mitarbeiter, der jetzt auch noch händisch ein bisschen mithut.

00:13:48: Der ist dann quasi nur noch für die Beschickung der Anlage zuständig, sprich aus dem Holztagislager.

00:13:53: Da bringt er die Holzbalken quasi vor die Anlage und beschickt die Anlage mit dem Material.

00:13:57: Und hinten raus kommen dann eben die Paletten mit dem Bricks drauf, die er dann wieder ins Trickbrick-Tagislager bringen.

00:14:03: Und von da gehen die dann in unser Fullfilmen-Center und von dem Fullfilmen-Center eben auf die Baustellen.

00:14:10: Du hast jetzt gerade schon angesprochen, also ihr bezieht euer Holz, kommt es dann überwiegend aus Deutschland oder seid ihr da international?

00:14:17: Von wo kommt das so in der Regel?

00:14:19: Genau, also über die ganze Wertschöpfungskette und das Thema Regionalität können wir gerne auch noch mal ein bisschen übergeordnet sprechen, aber Stand jetzt ist es so, wir produzieren in Tübingen und die Sägewerke mit denen wir zusammenarbeiten, das sind verschiedene, die kommen eben aus dem Tübinger Umland.

00:14:35: Zum Beispiel sitzen die im Schönenbuch, aber auch, sag ich mal, weitergefasst die Schwerbische Alb.

00:14:39: Dann haben wir noch eins im Nordschwarzwald, eins im Bayerischen Wald.

00:14:43: Und es stand jetzt, reicht uns das gut und gerne aus.

00:14:47: Und wer sind dann eure Abnehmer?

00:14:50: Unterschiedlich.

00:14:51: Oft sind es die Baufirmen tatsächlich.

00:14:53: Also jetzt, wir hatten natürlich unser bis jetzt größtes Projekt, war ein Edeka, der gebaut wurde, das ungefähr elf Tausend von unseren Holzbausteinen verbaut, also der gesamte Edeka, das gesamte Mauerwerk.

00:15:04: das Edikas besteht eben aus unserem Trick Bricks System.

00:15:07: Da hat sich natürlich schlussendlich schon die Bauherrin nämlich Edikas dafür entschieden mit dem System zu bauen.

00:15:13: Schlussendlich die Bestellung auslösen tut dann auf Anweisung der Bauherrin das Bauunternehmen in dem Fall.

00:15:19: So ist das häufig.

00:15:20: Gibt aber auch andere Szenarien.

00:15:25: Sag mal, Levin, jetzt wollen wir... natürlich da auch uns daran entlang hangeln, aber ich würde den Blick so ein bisschen gerne auch weiten, so ein bisschen weg von dieser neuen Holzthematik und so ein bisschen generell auf Innovationen, Baubranche, Startups, die Dinge anders machen wollen und so weiter.

00:15:45: Kannst du uns da so nochmal so ein bisschen dich mit uns erinnern so an die Anfangstage?

00:15:51: Also wie, jetzt kanntet ihr euch wahrscheinlich so als Studienzeiten du und die mein Geschäftsführer.

00:15:59: Wie kriegt man da so ein Start hin?

00:16:00: Also wie gründet man mit einem innovativen Start-up dann in der Baubranche?

00:16:06: Wie setzt man dieses Projekt so auf die Schiene?

00:16:09: Wie kommt man so wirklich nach oben?

00:16:14: auch von dieser Idee, die man natürlich hat und wie präsentiert man sich denn so der Welt?

00:16:20: Genau, also du hast ja schon gesagt, also wir kennen uns quasi sozusagen aus meiner individuellen Sicht, aus meiner Studienphase.

00:16:26: Timo und Max und Markus sowieso, also die drei Gründer sind Vollblutunternehmer, schon immer Unternehmer gewesen quasi, kennengelernt habe ich quasi Timo und Max eben über die die Baulahalle damals, die drei sich untereinander einfach über das Geschäftsleben und wie wir es... vorhin eigentlich schon mal angeschnitten hatten, wir haben einfach gemeinschaftlich gemerkt, hey, hier in der Branche läuft einfach was falsch, aus vor allem ökologischer Sicht, aber nachgelagert wirklich auch aus wirtschaftlicher Sicht, das hat ja unmittelbar miteinander zu tun.

00:16:56: Und dann ist natürlich eben die Frage, wie bewegt man dann was, wie ändert man dann was, wenn man die Problematik erstmal festgestellt hat und dann muss man sehr irgendwie eine Lösung überlegen.

00:17:04: Dann hatten wir eben diesen Werner kennengelernt mit seinem System, haben uns gedacht, hey, dieses System ist es sicher jetzt nicht der Heilige Grail der hier alles verändert aber es ist ein Baustein in dieser Bauwende die wir halt wirklich brauchen.

00:17:16: Wart ihr gleich so auf dem Trichter, dass ihr irgendwas mit Nachwachsern Rohstoffen machen wolltet oder habt ihr erstmal auch einen ganz anderen?

00:17:22: Naja

00:17:23: als Kletterer die ja schluss alle sind, also ich komme mal aus dem Kletterespray, weil es nicht ganz so gut wie Teen vor und Max, aber ich gehe schon auch gerne raus.

00:17:31: Wir sind natürlich alle naturverbundene Menschen, deswegen liegen uns eigentlich mal natürliche... Deswegen liegen uns natürlichere Materialien erstmal deutlich näher.

00:17:40: Es passt einfach gut zusammen, glaube ich, so zu unserem Mindset auch.

00:17:45: Und dann hat man eben den Werner kennengelernt mit seinem System, hat aber eben festgestellt, hey, da sind wir jetzt noch nicht so an dem Punkt, mit dem System hier und jetzt, wo man sich eben kennengelernt hat, dass man das wirklich skaliert in die Branche bringen kann.

00:17:56: Und dann haben wir eben von dem Werner die Patente übernommen.

00:17:58: Werner brennt uns auch weiterhin als Externer Partner.

00:18:01: Das ist für mich emotional Teil des Teams.

00:18:04: Ich glaube, das sieht er auch so.

00:18:06: Und dann hat man eben im Herbst, twenty-oneundzwanzig die Trick Break AG gegründet.

00:18:13: Mit der ganz klaren Vision, wir wollen jetzt dieses Produkt in einen in einen Design bringen und auch produktionstechnisch in einen Prozess, den man wirklich gut einen gewissen skaliert darstellen kann, um dann eben nicht irgendwelche Manufraktur Projekte zu machen, sondern wirklich in seriellen mehr geschossigen Wohnungsbau mitzugestalten, um im Retail-Bereich wirklich coole Projekte umsetzen zu können.

00:18:34: Aber natürlich sage ich mal auch, wie to see im Häuslebauer-Bereich aktiv zu sein.

00:18:39: Und jetzt sind wir ein paar Wochen älter als vier Jahre als Start-up in der Baubrosche, die am wenigsten digitalisierte Branche, die wir in Deutschland haben.

00:18:48: Und ich glaube, da sage ich nichts Falsches und trete niemanden zunahme.

00:18:51: Ich sage auch eine sehr konservative Branche.

00:18:55: Das ist leider so.

00:18:56: Und haben aber wirklich schon, wenn ich jetzt die Projekte mitsehe, wie sich gerade im Bau befinden, zwanzig Projekte, mit unter eins mit einem Großkonzern zusammen, aber auch schon mehr Familienhaus, das sich gerade im Bau befindet, viele Einfamilienhäuser anbauten, temporäre Bauten, mit tollen Playern, eins zum Beispiel auch im ehemaligen Flughafen Tegel in Berlin.

00:19:16: Von der Tegel Projektgebähe hat ja vom Land Berlin einen Beauftragte ist, also wirklich verschiedenste Auftraggeber.

00:19:22: Und wenn man sich überlegt, dass ein Start-up in Deutschland erst nach fünf Jahren profitabel wird und wirklich, sag ich mal, coole Projekte umsetzen kann, dann sind wir in dieser Branche schon sehr, sehr stolz auf das, was für Startup gelaufen ist.

00:19:34: Das heißt, ihr seid schon profitabel?

00:19:36: Wir werden auf jeden Fall nächstes Jahr komplett profitabel sein.

00:19:38: Wir waren das in diesem Jahr schon mehrere Monate.

00:19:41: Das kann ich gut und gewissen sagen.

00:19:44: Deswegen kann ich das gut und gewissen sagen, weil wir eine Förderung haben von der Bundesregierung, die unter anderem werden... Zahlungen immer an Meistern gekoppelt rausgegeben und ein Meistern war mehrere Monate in Folge profitabel zu sein.

00:19:56: Das konnten wir nachweisen und dann dementsprechend die nächste Tranche bekommen.

00:19:59: Die erste Tranche haben wir übrigens genutzt, um eine komplette Roboterzelle, die wir da in Tübingen stehen haben, bezahlen und schlussendlich aufbauen zu können.

00:20:09: Hat sich Cem Özdemir dann auch schon vor Ort angeguckt, von dem kam die Kohle schlussendlich.

00:20:12: ... über die landwirtschaftliche Endenwang.

00:20:14: Ah, okay, okay.

00:20:16: Da musst du es ja auch klassisch zum Businessplan schreiben.

00:20:19: Ja, natürlich.

00:20:19: Klar, also schlussendlich vom Unternehmerischen her gesehen, das war ja ursprünglich deine Frage.

00:20:24: Klar, du hast diese Idee.

00:20:27: Dann fassst du das natürlich in dem Businessplan zusammen.

00:20:30: Wenn du jetzt nicht selber unfassbar reich bist, brauchst du im Regelfall gerade in so einem Hands-on-Business, wo du ja auch Anlagenbau betreibst und so investoren.

00:20:37: Die konnten wir finden, am Anfang sogenannte Angel Investoren, das sind immer die Investoren, die bei Start-ups sehr sehr früh reingehen, also mit einem doch erheblicheren Risiko meistens dann etwas mehr Anteile bekommen.

00:20:47: Und wie habt ihr die gefunden?

00:20:49: Da gibt es also ursprünglich diesen Angel Investor über eine Plattform, wo man sich quasi mit seinem Case präsentiert und das sind ganz ganz viele Angels.

00:20:57: So eine Art Höhle der Löwen.

00:20:58: Gesellene digitale Höhle der Löwen sozusagen, genau, ein bisschen unspektakulärer, aber könnte man so sagen, ja.

00:21:07: Ja, dann überzeugt man einfach mit den Meistern, die man so erfüllt, geht wirklich auch proaktiv auf neue, potenzielle Investoren zu.

00:21:14: Da haben wir Family Offices mit drin, haben aber auch wirklich Firmen mit drin, die im Baugeschäft sind.

00:21:20: Das sind dann eher strategische Investoren, die natürlich auch durch ihr Know-how oder durch ihr Netzwerk weiterhelfen können.

00:21:26: Zum Beispiel die KVL Groups, ein großer Projektsteuerer, die wirklich international tätig sind.

00:21:31: Viele private Investoren, wir haben auch einmal eine, in Anführungszeichen, Crowdfunding-Kampagne gemacht.

00:21:37: um wirklich auch privat personen die möglichkeit zu geben mit niedrigeren zum einsteigen.

00:21:42: Normal in den western der firma reingeht.

00:21:44: dann redet man da jetzt nicht über hundert euro und fängt deswegen an vertrag aufzusetzen.

00:21:48: Eine crowdfunding kampanie bringt diesen vorteil mit sich das da viele viele kleine investoren zu einem großen paket gebündelt werden.

00:21:55: Das dann natürlich schon eine relevante gelt spritze in.

00:21:57: somit ist aber

00:21:58: was warum.

00:21:59: Da kamen so, wenn ich es richtig in der Erinnerung hab, so eine Weile her waren das so, achte

00:22:04: hundertausend Euro.

00:22:05: Ja, klingt viel, aber wenn man Roboteranlagen hinstellen muss, sind die auch schnell leug.

00:22:13: Cool.

00:22:15: Übrigens war ein Bekannter von mir, der war wirklich schon mal bei Höhle der Löwen im Fernsehen und hatte auch, wurde da auch unterstützt und der fahrt das mega cool.

00:22:22: Das ist schon

00:22:24: ganz unterhaltsam.

00:22:26: Also, das heißt, ihr habt zwanzig, einundzwanzig gegründet.

00:22:28: Ist ja auch mutig, ne?

00:22:29: Ich mein, so zu Corona-Zeiten, da war ja eher der Trend, dass viele Selbstständige ihre Läden dichtgemacht haben, sag ich mal.

00:22:37: Ja, das.

00:22:38: Und dann hatte die Baubrosche, ja, ist ja weiter in einer sehr angespannten Situation.

00:22:43: Ich glaube, das war, da, sag ich mal, die relevantere konjunkturelle Entwicklung hatte sicherlich auch einen gewissen Grad mit Corona zu tun, aber sicherlich auch mit vielen anderen geopolitischen Themen, aber auch, sag ich mal, Themen in Deutschland intern, das muss man glaube ich auch sagen.

00:22:59: Aber ich glaube auch, dass in Anführungszeit eine Krise für eine Startupgründung vor allem in der Baubrosche keine schlechte Zeit ist, weil in der Zeit, wenn wir uns jetzt mal in die Jahre vor der Bau- und Immobilien- Krise oder aus schwierigen Zeiten erinnern, Da waren ja wirklich alle nur damit beschäftigt, zu bauen, zu bauen, zu bauen und Geld zu verdienen.

00:23:20: Und das ist natürlich auch ein Modus operandi, indem man wenig Zeit hat, nach links und rechts zu gucken, mal die eigenen Geschäftsmodelle zu hinterfragen.

00:23:27: Allein kapazitär schwierig, wenn man halt nur beschäftigt, damit ist, sich um den Wachstum zu kümmern.

00:23:32: Und ich glaube schon, dass es in Zeiten der Krise viele dann doch noch mal mehr verstehen zu sagen, hey, vielleicht müssen wir auch einfach mal was ändern.

00:23:40: Und das sind ja genau die Momente, wo ein Start-up, das sage ich mal, so ein Potenzial für diese Änderung anbietet.

00:23:46: Vielleicht gute Karten hat, um sich genau mit diesen Leuten auch zu unterhalten und das stellen wir schon fest.

00:23:51: Ja, vor allem gerade auch so im Hinblick auf das Thema Digitalisierung.

00:23:54: Also es gab jetzt einfach die letzten zehn, fünfzehn Jahre überhaupt kein Nied, das umzusetzen, weil genau vor dem, was du sagst, vor dem Hintergrund, ich meine, es lief halt.

00:24:02: Bombenmäßig, die konnten sich vor Aufträgen gar nicht retten.

00:24:05: Das ging unseren Ingenieuren und den Architekten ja genauso.

00:24:08: Und jetzt ist zum ersten Mal seit ein, zwei Jahren schon so, dass es viele Büros gibt, die es einfach spüren.

00:24:14: Und das wird zunehmend wahrscheinlich mehr werden.

00:24:17: Ja.

00:24:18: Und wie ist das eigentlich, Levine, sag mal, weil, also ich höre jetzt relativ oft, dass gerade, wenn gespart werden soll oder kostenoptimiert werden sollen, im Zeifelsfall landet man dann halt immer bei Beton.

00:24:32: Weil A ist es günstig, B ist es alles bekannt, standardisiert, eingefahren.

00:24:39: Es ist leicht zu skalieren, jeder kennt sich damit aus und irgendwie ist es am leichtesten, um Kosten günstig nach wie vor umzusetzen.

00:24:47: Hast du das Gefühl, dass die Branche wirklich davon abrückt, gerade jetzt, wo irgendwie weniger Geld da ist als noch vor ein paar Jahren?

00:24:57: Ich arbeite an einem Holzverarbeitenden Unternehmen und jetzt sage ich mal was untypisches für die Rolle, die ich da habe.

00:25:03: Ich finde, Beton ist ein super Baumaterial mit super Eigenschaften.

00:25:08: Und ich finde es sehr, sehr schade.

00:25:10: Bisschen insinuiert die Frage, dass aus den verschiedenen Branchen-Bereichen heraus verschiedene Materialien, die dann nicht im eigenen Geschäftsmodell entsprechend schlecht geredet werden.

00:25:20: Meine tiefe Überzeugung ist bei uns in der Branche, es gibt ganz verschiedene Baumaterialien.

00:25:25: Das kann Beton sein, Stahl, Glas, Holz, was auch immer.

00:25:28: Andere nachwachsende Materialien haben auch sehr spannend die Anwendungsbereiche haben, wo sie brillieren.

00:25:34: Und meine Überzeugung ist, in diesen Anwendungsbereichen müssen wir diese Materialien auf jeden Fall einsetzen und in diesen Bereichen dann optimieren.

00:25:41: Und da gibt es bei allen Materialien Optimierungspotenziale.

00:25:44: Und wenn wir das dann hinkriegen, gemeinschaftlich, dann entstehen vernünftige Gebäude, die wirtschaftlich darstellbar sind und ökologisch Sinn machen.

00:25:52: Im Umkehrschluss macht es natürlich keinen Sinn, ein Einfamilienhaus oder ein kleineres Mehrfamilienhaus den Gänze aus Stalbeton herzustellen.

00:26:00: Das ist Quatsch, ja.

00:26:02: Es macht aber auch keinen Sinn, das höchste Hochhaus aus Trickbrick zu bauen oder einen Tunnel.

00:26:08: Und so müssen wir eben diese Wege finden, wo diese Materialien Sinn machen.

00:26:12: Und jetzt hast du ja gesagt, wie wir entscheiden, sich die Unternehmen unter wirtschaftlichen Druckaspekten mit Blick auf die Materialität.

00:26:21: Ich glaube, dass wir schon sehen, dass vor allem die großen Unternehmen, die auch kommen, die regulatorisch im Blick haben, zum Beispiel sehen, dass sie ihre Prozesse schon verändern müssen.

00:26:32: Wie wir bis dato gebaut haben, hat eben nicht diese Idealvorstellung entsprochen, die ich gerade beschrieben habe, nämlich die Materialien wirklich da einzusetzen, wo sie sind machen und in den anderen Bereichen halt dann auch nicht, auch wenn es vielleicht im ersten Augenblick die günstigere Option ist.

00:26:44: Ich glaube schon auch, dass es Materialien gibt, die externe Kostenvorursachen, zum Beispiel CO², diese externen Kosten werden aktuell von der Gesellschaft getragen.

00:26:55: Also wir haben den Vorursacher von externen Kosten, der diese Kosten aber nicht selbst trägt.

00:27:00: und wenn ich mir jetzt anstehende EU-Regulatorik angucke, aber entteilen auch schon, was jetzt in Deutschland immer mehr umgesetzt wird, dann werden wir einfach beobachten, dass diese externen Kosten nach einem Verursacherprinzip mehr auf die Verursacher umgelegt werden.

00:27:14: Und es wird bedeuten, dass zum Beispiel Materialien wie Beton, wenn sie sich jetzt nicht fundamental ändern, teurer werden.

00:27:20: Und dann muss man sich schon überlegen, wo wir dieses wirklich gute Material, das tolle Eigenschaften, vor allem auch aus statischer Sicht, mitbringt einsetzen und wo vielleicht andere Materialien, Stichwort Trick Break, aber zum Beispiel eben auch Leben, Hanf, Ziege, wo die dann eben Sinn machen und aus ökologischer, aber auch aus ökonomischer Sicht die besseren sind.

00:27:44: Das war nicht jetzt cool, dass du auch mal gesagt hast, hey, jeder Baustoff hat irgendwie seine Berechtigung, weil das hört man natürlich sehr häufig auch bei überzeugten Holzbauern, sag ich mal, die sehr für den Baustoff Holz Werben und natürlich auch davon Schwärmen sicherlich auch zurecht.

00:28:00: Aber wie du sagst, es gibt bestimmt auch Anwendungen, wo Beton, Lehm, hatten wir ja auch schon seine Berechtigung haben und auch sinnvoll eingesetzt werden können.

00:28:10: Ich glaube, diese Art des Denkens, diese herkömmliche Art des Denkens steht sinnbildlich für unsere Branche.

00:28:15: Das muss man, glaube ich, auch sagen.

00:28:16: Und aus meiner Überzeugung hängt das auch damit zusammen, die sehr männlich dominiert ist.

00:28:20: Wo viel in Ellenbogen gedacht wird, also in Konkurrenzdenken und nicht in Synergien.

00:28:25: Und ist schon auch eine Sache, für die ich mich, und deswegen jetzt auch da dieses kleine Plädoyer und auch weiterführend, für die ich mich wirklich versuche, auch in solchen Formaten hier stark zu machen.

00:28:33: Wir müssen es auch, und das kann man sicherlich auch auf, sag ich mal, das Ingenieurhandwerk anwenden.

00:28:40: Wir müssen einfach mehr in Synergien denken in unserer Branche.

00:28:42: Wir haben eine sehr, sehr, sehr ausdifferenzierte Branche, die dann in ihrer Ausdifferenzierung oft, sag ich mal, sich nix gönnt.

00:28:50: Und wo man schon bevor es Projekt losgeht, wie man vielleicht an den Rechtsstreit hinten raus gewinnt, anstatt sich zu überlegen, wie man es denn gemeinschaftlich hinbekommt.

00:28:58: Jetzt stehen wir ja für ein zoguläres Produkt und deswegen denke ich oft in dieser Logik der Kreislaufwirtschaft und Kreislaufwirtschaft vor allem, aber das Bauen auch ganz allgemein funktioniert halt nur, wenn wir das gemeinschaftlich machen, wenn wir versuchen, wie können wir in integrale Planungsprozesse kommen.

00:29:15: Wie können wir eben gucken, wo sind die Materialien am besten?

00:29:18: Wie können wir Gebäude herstellen, die, sag ich mal, dann halt auch wirklich gut performen auf allen verschiedenen Ebenen?

00:29:25: Das gelingt einfach nur gemeinsam.

00:29:27: Und da muss dieses althergebrachte Ellenbogen-Gesellschaftdenken in dieser Branche einfach mal abgelegt werden.

00:29:33: Ich erkenne, das ist auch große Konzerne da inzwischen, das immer mehr verstehen.

00:29:38: Aber ich sehe auch, dass wir da noch viel Überzeugungsarbeit leisten müssen.

00:29:42: Ja, auch gerade dieser interdisziplinäre Gedanke zwischen Ingenieur, Architekt, Bauunternehmen, Hersteller.

00:29:49: Also ich glaube, wenn da so ein Zusammenschluss entstehen würde, dann wäre das für alle Beteiligten massiv von Vorteil.

00:29:56: Du hast jetzt schon ganz viel von eurem Produkt gesprochen.

00:30:00: Was oder was macht euer Produkt so besonders.

00:30:04: und warum habt ihr damit den Nachhaltigkeitspreis sogar gewonnen?

00:30:09: Ja, das hat uns natürlich sehr gefreut, der deutsche Nachhaltigkeitspreis.

00:30:13: Da gibt es eine kleine Anekdote dazu.

00:30:16: Da waren wir quasi noch in diesem Industriegleiterbereich und haben aber eben schon darüber nachgedacht, wie könnten wir denn hier die Branche verändern.

00:30:23: unter Max, unser Vorstand, hatte immer so quasi so ein kleinen Bepper, sag ich jetzt mal auf Schwäbisch, so ein Logo von diesem deutschen Nachhaltigkeitspreis an seinem Computerbild schon unten dran kleben, weil das so ein bisschen das Ziel war, den mal zu gewinnen.

00:30:37: Und als wir den dann tatsächlich gewonnen haben in der Produktekategorie jetzt für zwei tausendfünfundzwanzig, das war schon wirklich ein besonderer Moment.

00:30:44: Auch sehr besonders war die die Überreichung dieses Awards, die kam von dem Professor Michael Braungart.

00:30:51: Den hatten wir schon da.

00:30:52: Den hatte die auch schon da.

00:30:53: Michael ist ein super Typ für die Zuhörerinnen und Zuhörer, die es nicht wissen.

00:30:58: Der Gottfather of Cradle to Cradle, das ist also wirklich die Champions League wiederum der Kreislaufwirtschaft.

00:31:04: Also jemand, der gerade in diesem.

00:31:08: Er natürlich gedachten kreisel auch wirtschaftsgedanken ganz ganz vorne mit dabei ist also international der hat uns diesen preis übergeben konkret max.

00:31:15: damals hat wirklich verdient.

00:31:18: das war schon wie so ein ritter schlag eigentlich wenn so jemand das sagt das sind wir sehr sehr froh.

00:31:23: Ja, was macht uns in dem Kontext aus?

00:31:25: Ich habe es ja vorhin schon mal angeschnitten, eben die Tatsache, dass wir zwar ein Massivholzbausystem sind, das eben alle diese baufysikalischen Vorteile des Massivholzbaus mit sich bringt, aber wir es eben trotzdem hinkriegen, Holz vor dieser thermischen Verwertung so gut es geht zu retten, also diese Material so lang wie möglich in dem technischen Kreislauf halten können und das auch wirklich in der Praxis schon bewiesen haben, dass das klappt.

00:31:47: Und dann ist es ja ganz profan auch so mit Blick auf das CO².

00:31:50: Das haben wir jetzt, sag ich mal, auf der Meta-Ebene auch schon ein paar mal angeschnitten heute.

00:31:53: Wenn man sich das vorstellt, wir haben eine Umweltprodukt-Deklaration vom Institut für Bauen und Umwelttritt verifiziert, also die uns klar sagt, wenn wir ein Quadratmeter One Flay Hittrick Brick verbauen, dann sind da einhundert siebenund siebzig Kilogramm CO² eingelagert und da ist wirklich die Kettensäge unserer Roboter in der Produktion der LKW, der die Bricks durch die Gegend fährt, ist alles schon abgezogen.

00:32:13: Also, sag ich mal, ein Netto des CO², das ist dann... in Anführungszeichen rechnerisch in der Wand steckt.

00:32:18: Wenn wir uns jetzt überlegen, dass eigentlich mal andere mineralische Produkte, wenn man da in den Quadratmeter Wand baut, dann ist man eher bei vierzig, fünfzig, sechszig Kilo, die man emitiert.

00:32:27: Und das zeigt eben dieses gewaltige Potenzial, das halt, sag ich mal, das biobassierte Bauen an der Stelle, vor allem jetzt in dem Kontext mit Holz, liefert, dass wir halt wirklich unsere Gebäude, unsere Quartiere, Gemeinden, Städte zu CO² senken machen können.

00:32:42: Das ist ja diese CO²-Pumpe, die auch der Professor Schellenhooper immer beschreibt.

00:32:49: Der war, glaube ich, war das schon Holzbau-Podcast?

00:32:53: Ah, ich weiß gar nicht.

00:32:55: Das würde ich auch schon sagen.

00:32:58: Den hatten wir auch bei der Jahresveranstaltung auf Holzbau und da hatte der auch einen Vorbild.

00:33:01: Ah, ja, ja, ja.

00:33:05: Und so Plannerinnen und Planner, Ingenieure, Architekten bekommen die dann auch, also gerade wenn man jetzt einen Baustoff baut.

00:33:15: oder im System baut, wo man keine Erfahrung hat, stellen sich auch mal ganz viele Fragen, gerade aus so einem Detailbereich, wenn da irgendwie ein Chalosienkasten mehr rein soll oder so, wenn man jetzt euer System in Betracht zieht, kann man sich bei euch quasi auch diese Art von Beratung holen.

00:33:33: Oder wie kommen Ingenieur oder Planer und Planer an die Infos, wie man damit durchstattet?

00:33:41: Bei uns ist quasi so, als Start-up eben in dieser doch eher konservativen Branche.

00:33:45: Da traut einem ja am Anfang erst mal keiner richtig über den Weg, kann ich auch nachvollziehen.

00:33:50: Neues Produkt, tragendrelevantes Bauteil, geht auch immer um Gewährleistung und solche Themen.

00:33:56: Dementsprechend war natürlich der erste wichtige Schritt für uns, erst mal eine baufsichtliche Zulassung zu bekommen.

00:34:01: Kann ich auch nur jedem anderen Start-up raten, darum als allererstes kümmern.

00:34:04: Das ist wirklich das Allerwichtigste.

00:34:07: Und dann weiter gucken, was man sonst so macht.

00:34:09: Und zusätzlich zu dieser Zulassung haben wir inzwischen natürlich jede Menge Tests gemacht, sei es jetzt, was Schallschutz angeht, Brandschutz und so weiter.

00:34:16: Und haben inzwischen einen kompletten Download-Bereich, den wir auf der Webseite zur Verfügung stellen.

00:34:23: In dem Bereich können sich eben Planerinnen, Planer, Architekten, all möglichen Ingenieure können sich quasi diese Unterlagen einfach runterladen, die sie brauchen, um mit Trackbreak zu planen.

00:34:34: Zusätzlich dazu bieten wir auch Sprechstunden an.

00:34:37: kostenlos tatsächlich in Gruppenspechstunden, wo man dann eben noch mal als Planender oder als Ingenieur oder Ingenieurin diese Fragen stellen kann.

00:34:45: Es gibt sogar auch eine eins zu eins Beratung, die kostet dann eine Kleinigkeit, das ist aber auch erschwinglich.

00:34:51: Bis jetzt war das aber eigentlich für alle immer relativ aussichtlich, also eine allgemeine bausichtliche Zulassung.

00:34:56: Da hat die Statikerinnen und Statiker jetzt zum Beispiel eine Berechnungsgrundlage, die nehmen die her und dann wissen die eigentlich, was sie tun.

00:35:03: Es ist eigentlich so, Deutschland gilt ja nicht unbedingt als Unternehmer freundliches Land.

00:35:08: Ist es wirklich so, dass es einem schwer gemacht wird, gerade als Neuling auf dem Markt oder übertreiben da manchmal die Kritik

00:35:15: auch?

00:35:16: Es wird einem, glaube ich, nicht schwer gemacht in dem Sinne von das einzelne Menschen einem was böses wollen, aber es gibt mit Unterschonen strukturelle Dynamiken und Menschen... Behördenzeitig zum Beispiel, die sich dann in solchen Dynamiken befinden, die sie in einen Prozess zwingen, der es dann allen beteiligt, wirklich schwer macht und dann natürlich insbesondere einem als Start-up, ist wirklich sehr, sehr schwer macht.

00:35:39: Ein Klassiker Beispiel bei uns aus der Branche, das jetzt nicht für uns gilt, das muss ich wirklich explizit sagen, ich habe da oder wir als Unternehmen haben da sehr gute Erfahrungen gemacht, aber ein Klassiker Beispiel ist immer so das DEBT, also das Deutsche Institut für Bautechnik, wo man eben diese bausichtliche Zulassung bekommt, da wird... häufig moniert, stelle ich fest, dass eben diese Zulassungsprozesse für neue Produkte sehr, sehr lange dauert.

00:36:01: Ich muss nochmal betonen, das ist bei uns nicht der Fall, weil wir haben die sehr schnell bekommen.

00:36:06: Wir haben ja schon mehrere.

00:36:07: Es hat immer super funktioniert.

00:36:08: Unsere Ansprechpartnerin war ganz toll, aber das muss man der Wahrheit halber einfach sagen.

00:36:13: Schon oft gehört von anderen Produktherstellern, dass diese Zulassungsprozesse zum Beispiel sehr, sehr lange dauern.

00:36:20: Dann sind wir ja ein Bauprodukt.

00:36:22: Das bedeutet, wir werden in... Gebäuden verbaut, das Sprich ist, braucht Baugenehmigung, es braucht die ganzen Behördengänge, die es für das Bauen braucht.

00:36:30: Und da muss ich schon in Deutschland manchmal sagen, wow.

00:36:32: Also da hört man von Projekten, das Stand dann irgendwie, sag ich mal, das Bestandsgebäude, das halt wirklich einfach nicht mehr für Bauen im Bestand geeignet ist und leider abgerissen werden muss, stand irgendwie.

00:36:44: ich überspitze eine Woche zu lang, dann ist da irgendeine Fledermaus, eine in das Gebelg eingezogen und deswegen entfaltet sich ein zweijähriger Prozess.

00:36:52: Ich bin wirklich auch ein naturliebender Mensch und wir sind Tiere wichtig.

00:36:55: Ich gehe auch zur Jagd.

00:36:57: Die Hege unserer Wildtiere ist wirklich mir das Wichtigste.

00:37:01: Aber ich muss halt auch sagen, wir haben ja auch irgendwie eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung als Staat und dann eben nachgelagert, wenn es ums Bauen geht, eben auch als Branche.

00:37:10: Und dann würde ich sagen, in der Verhältnismäßigkeit der Interessenlage muss diese Fledermauser einfach raus und es muss Wohnraum entstehen, zum Beispiel.

00:37:18: Vor allem einmal, dass er auch umsiedeln kann, ne?

00:37:21: Also eigentlich ist es herzgleichs, so ein riesen Ding.

00:37:23: Ja, aber die Umsiedlungsprojekte dürfen dann halt auch nicht fünfzigtausend Euro kosten, die dann halt wieder zulasten von kleinen Unternehmen XY oder auch selbst auch zu einem zulasten eines großen Entwicklers gehen.

00:37:35: Das macht, also die Verhältnismäßigkeit ist, glaube ich, in manchen Bereichen in unserem Land wirklich aus dem Fugen geraten.

00:37:42: Ja, das stimmt.

00:37:43: Das stellen wir auch immer wieder fest und wir kriegen auch ganz viel Feedback jetzt gerade auch, weil du das Thema Baugenehmigung ansprichst.

00:37:50: Also... Wir sind hier jetzt gerade im Kessel, ne?

00:37:52: Und sind da, glaube ich, eins der Negativbeispiele für die Zeiten, wie lange eine Baugenehmigung tatsächlich braucht.

00:37:59: Also, ein, zwei Jahre ist da, gehen da sofort ins Land.

00:38:02: Und

00:38:03: das in der Zeit, wo eigentlich alle nach kostengünstigen, schnellen Wohnraum schreien,

00:38:09: ja?

00:38:10: Das ist absurd.

00:38:10: Ja.

00:38:11: Das

00:38:11: haben wir ja, also wir jetzt als Trick Break, vor kurzem unsere neue Bundesbauministerin auf der Explorial kennenlernen dürfen.

00:38:17: Wir waren so Teil ihres Messerungangs und sie hat ja quasi so ein klein Break, so eine vorbereitete Trick Break Wand reingesetzt, hat auch mit angepackt, das war ganz cool eigentlich der Termin.

00:38:25: Jetzt kommt ja auch der Bau oder der Bautor, ist ja jetzt da.

00:38:29: Also ist ja auch cool, das sage ich mal aus meiner individuellen Start-up sich, dass jetzt auch eine Start-up Gründerin quasi dann Ministerium leiten darf und sage ich mal mit dem Bautor, wo glaube ich auch... eine coole Initiative gestartet hat.

00:38:42: Ich kann aus jetziger Sicht noch nicht so ganz überblicken.

00:38:45: Inwieweit sich das dann auch positiv entfalten wird mit Blick auf die Dynamiken, die wir gerade beschrieben haben.

00:38:49: Aber ich habe schon die Hoffnung, dass da was passiert.

00:38:54: Ja, die Hoffnung haben, glaube ich, viele.

00:38:59: Also sehen wir es ja in fünf Jahren als Fahrt zu ziehen werden, was aus der Hoffnung geworden ist.

00:39:05: Wie ist es eigentlich zu diesen ganzen Themen?

00:39:10: Disruption, jetzt haben wir, oder Veränderung einer Branche, jetzt haben wir im Podcast Titel, spielen wir eigentlich eher so ein bisschen an auf eine großflächige Veränderung dieser ganzen Branche.

00:39:24: Jetzt gibt es so, wurden die letzten Jahre, wurde uns immer so vorgelebt, dieses amerikanische Modell, dass alles so ganz disruptiv sein muss, dass man an dem Markt kaputt machen muss und dann als mit einer Monopolstellung neuem Produkt reinzugehen und den komplett umzudrehen.

00:39:42: Viele Menschen, die sehr reich sind, haben letztlich genau das irgendwie geschafft, egal ob es im Onlinehandel, Raketenbau oder sonst was ist.

00:39:51: habt ihr irgendwie so langfristige Planungen?

00:39:54: Also jetzt muss man natürlich nicht dieser amerikanischen Weg gehen.

00:39:57: Man kann auch so, ich würde sagen, der deutsche europäische Weg war eigentlich eher immer so durch so Aufbauarbeit, so stückweise Wachsen und zu Stücke Huren ausbilden.

00:40:05: Macht ihr euch über so was Gedanken?

00:40:07: Also wie eure, also jetzt könntest du natürlich nicht deine Vision, eure Vision uns hier auflegen.

00:40:13: Aber was passiert so hinter den geschlossenen Türen?

00:40:17: So wie plant ihr denn, sag ich mal?

00:40:20: größer zu werden, zu wachsen und wirklich dann irgendwann auch so, dass die Baubranche dann auch irgendwann so eine Situation kommt, wo sich CO-Zweitechnisch wirklich auch was an den Zahlen bewegt und so weiter.

00:40:34: Move fast and break things, also das Motto daheim Silicon Valley und dann wachst du quasi um jeden Preis, was ja auch, sag ich mal, beeindruckend gelingt, muss man ja NITOS anerkennen.

00:40:46: Dieses Motto so in der Baubrosche sinnvoll umzusetzen ist, weiß ich jetzt wirklich nicht.

00:40:51: Ich glaube unsere Überzeugung und das ist für sich selber glaube ich schon auch ein disruptiver Gedanke ist.

00:40:58: Wir sind ja Schwaben, wir wollen Geld verdienen, das ist schon wichtig.

00:41:00: Ganz ehrlich.

00:41:01: Aber wenn wir das in der Baubrosche halt so weitermachen, wie wir das bisher gemacht haben, dann ist das mit dem Planeten Grenzen unserer Erde nicht zu vereinbaren.

00:41:11: Das muss man einfach sagen.

00:41:13: Es geht so nicht weiter.

00:41:14: Punkt.

00:41:16: Wie können wir also weiter Geld verdienen und trotzdem zum Beispiel Wohnraum zur Verfügung stellen, was ja wirklich bitter nötig ist?

00:41:24: Wir müssen es schaffen, dass wir den Ressourcenverbrauch vom Wachstum entkoppeln.

00:41:30: Also stand jetzt haben wir quasi Wachstum, in Deutschland leider gerade nicht so viel, wie wir es bräuchten, aber, sag ich mal, Planetar gedacht, es gibt Wachstum und ungefähr gleich dazu läuft eben der Ressourcenverbrauch.

00:41:42: Dass diese beiden Kurven nebeneinander laufen, das müssen wir in Zukunft verhindern, sondern der Ressourcenverbrauch muss einfach deutlich gedroppt werden.

00:41:50: Und unsere Vision, und die setzen wir konsequent um, ist in diesem Kontext aus unserer individuellen Sicht die biobassierte Kreislaufwirtschaft.

00:41:58: Kreislaufwirtschaft übergeordnet in unserem Fall eben die biobassierte Kreislaufwirtschaft in einem allerbesten Fall dezentral gedacht in der Produktion und der Gesamtwertschöpfung.

00:42:07: Da habe ich ja schon angeschnitten, wie wir das als Baustoffhersteller eben machen.

00:42:11: Wir stellen also einen Mauerstein her, der in einem Gebäude verbaut wird und aber durch sein Produktdesign dafür sorgt, dass dieses Gebäude in fünfzig Jahren, das ist ja nun mal so diese Durchschnittszeit, nach der ein Gebäude in Deutschland abgerissen wird, eben nicht mehr abgerissen werden muss, sondern rückgebaut werden kann.

00:42:31: Wenn man jetzt eben mit Trick Break baut und im allerbesten Fall dann eben die Anschlussprodukte, die man auch wirklich, sag ich mal, herkömmlich im Baumarkteil weiß beziehen kann, etwas zirkulärer denkt, dann wird es auch wirklich möglich und das haben wir auch schon bewiesen.

00:42:44: Und dann können wir es eben schaffen, diese Materialien wieder einzusetzen, dann haben wir auf einmal in unseren Wänden, in unseren Zwischendecken, in unseren Dächern Sachwerte liegen und nicht irgendwelche Materialien, die im schlimmsten Fall nach dem Abriss auf die Deponie gehen, weil sie vielleicht mit anderen Materialien hergestellt wurden, die total toxisch sind oder schwer übersiert oder was auch immer.

00:43:05: Also, wir brauchen Wachstum.

00:43:07: Bauen findet nicht in Luft lernen Raum statt.

00:43:09: Es muss auch günstig bleiben, damit Menschen wieder zu vernünftigen Preisen wohnen können.

00:43:13: Aber wir müssen diesen Wachstum vom Ressourcenverbrauch entkoppeln und das kann die kreisre Wirtschaft leisten.

00:43:17: Und das ist kein Zukunftstheoriegelaber.

00:43:21: Das funktioniert in der Praxis und wir machen das mit großen Playern.

00:43:24: Wir haben am ehemaligen Flughafen Tegel ein Gebäude gebaut, die sogenannte Circular hat.

00:43:32: Dieses Gebäude hat vor einem Jahr hoch tief aufgebaut.

00:43:35: Es ist ein Pavillon, muss man sagen, vierzig Quadratmeter, aber irgendwie, das sind halt nur mal ein Start-up und können dir das nicht direkt in den Turm hinstellen aus eigenen Mitteln.

00:43:44: Also alle, die da in dem Projekt mitgezogen haben, haben das irgendwie auf einer Sponsorbasis gemacht, aber jeder wollte einfach mal für sich auf Porsche und Klappen diese Kreislaufwirtschaft in der Praxis.

00:43:52: Also, hoch tief hat diesen Pavillon gebaut.

00:43:53: Wir haben ganz, ganz tolle Partnerunternehmen, zum Beispiel Concula, die gebrauchte Fenster und Türen zur Verfügung gestellt haben.

00:44:00: Die Firma Glapor, die Schaumglasplatten, also Platten zu hundert Prozent aus recyceltem Glas zur Verfügung gestellt haben, die wir quasi als Bodenplatte nehmen konnten.

00:44:09: Ein Schwimmverleg, nichts verklebt, nichts verschraubt, einfach wieder rückbaubar.

00:44:13: Trockenestrichplatten, die man wieder ausbauen kann.

00:44:15: Viel Holzwasserdämon, natürlich unser Trick Break System.

00:44:19: Wir hatten mineralisierte Holzspäne als Ausgleichsschüttung, jede Menge weitere coole Produkte, auch digitale Leistungen.

00:44:25: Die Firma Madasta hat das Ganze quasi digital hochgeladen, dass man wirklich die Zirkularitätsindicee und auch die Nachhaltigkeitsindicee in verschiedenen Ausführungen digital transparent nachvollziehen kann.

00:44:35: Dann kann man einfach googeln, sich anschauen.

00:44:38: Dieser Pavilion stand ein Jahr.

00:44:40: neben dem ehemaligen Verwaltungsgebäude der Tegel-Projekt GmbH und wurde jetzt im Oktober von der Firma Züblin, also auch wirklich eines der größten Unternehmen im Baubereich, die wir hier so haben, genau wie eben hoch die Bauch, rückgebaut und in einer neuen Kubatur an einem neuen Standort komplett wieder aufgebaut.

00:44:58: Neuer Standort in dem Fall tatsächlich die ehemalige Landebahn des Flughafens, also schon auch für mich als jemand, der in Berlin wohnt, einfach cooler Ort mit der Saberliner Geschichte.

00:45:07: Und da steht jetzt eben diese Circular hat und die Materialien, mit der wir diese Circular hat gebaut haben, die haben sich komplett aus dem Bestandsgebäude Circular ONE.null.

00:45:16: gespeist.

00:45:18: Also wir haben dieses Gebäude so geplant und gebaut, dass es die Ovanemine für das neue Gebäude wird in einer neuen Form.

00:45:25: Und das hat wunderbar funktioniert.

00:45:28: Der Aufbau damals vor einem Jahr hat zwei Wochen gedauert.

00:45:31: Der Rückbau inklusive Wiederaufbau zwei Wochen und zwei Tage.

00:45:36: Ach

00:45:36: krass, das heißt der Abbau hat zwei Tage gebraucht.

00:45:40: Ja, drei Tage und der vierte Tag gibt es einen technischen Doku, kann ich gerne zur Verfügung stellen.

00:45:45: Der vierte Tag war dann wirklich nur so Gerüst wegmachen, einmal durchfegen.

00:45:48: Und parallel lief dann schon der Wiederaufbau.

00:45:52: Genau, und was ja auch oft so dann unterstellt wird, ist das also Kreislaufwirtschaft und irgendwas Nahhaltiges, das ist alles viel zu teuer.

00:46:02: Der Originalaufbau von diesem Pavilion, das war ein Proto.

00:46:07: Also so wie es quasi ein Privater, wenn das sich jetzt halt in den Garten stellen wollen, Erzahlen hätte er müssen, naja, er wären achtzigtausend Euro gewesen, wenn wir alles damit reinrechnen, muss natürlich wissen, kleine Gebäude sind schon per se immer erstmal teuer, weil man einfach viele, da ist das Pferd halt trotzdem LKW und der Kahn muss trotzdem da stehen, ob der jetzt ein kleines oder ein großes Gebäude da steht.

00:46:25: Also kleine Gebäude sind nicht ganz günstig, aber und das ist die wichtige Zahl, der Wiederaufbau, inklusive Rückbau, hat fünfund dreißigtausend Euro gekostet.

00:46:33: Brot hoch.

00:46:34: So.

00:46:35: Und diese Ersparnis kommt nur daher, weil man in diesem Gebäude durch die zirkuläre Planung und die zirkuläre Materialien einen Sachwert hat.

00:46:44: Und dieser Sachwert ist dann diese gigantische Ersparnis von achtzig auf fünfunddreißigtausend Euro.

00:46:50: Also die Tegel Projekt GmbH, die jetzt dieses Gebäude an einem neuen Standort stehen hat.

00:46:54: Das ist der Wahnsinn.

00:46:55: Die konnten ja ein Gebäude ein Jahr lang stehen lassen.

00:46:57: Es war Teil von der Ausstellung, die die da hatten.

00:46:58: Wir hatten da total viele Workshops drin.

00:47:00: Ich stand dann mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin drin.

00:47:03: Stand da ein Jahr, wo die jetzt komplett rückgebaut steht, woanders erfüllt mit völlig neuen Zweck.

00:47:08: Weil man quasi alle Materialien aus diesen bestehenden Gebäuden wiederverwenden konnte.

00:47:12: Genau.

00:47:13: Und wir sind alle miteinander, du überzeugen könntest bei Züble in Anrufen nachfragen, dass sowas halt auch skaliert wirklich funktioniert.

00:47:22: Dieser EDK.

00:47:23: Den kannten man rückbauen, der da steht in Braunschweig.

00:47:27: Das heißt dein Statement in zehn Jahren, wie sieht die Baubranche aus, ist digitalisiert und...

00:47:34: Hoffentlich mehr.

00:47:38: Ich kann mit meiner Bahnkarte endlich mal wieder entspannen, den Stuttgart ankommen und muss nicht erstmal eine Viertelstunde irgendeinen komischen Tunnel ändern.

00:47:46: Das wäre schon eine Zielsetzung.

00:47:47: Eins, Zielsetzung zwei.

00:47:50: Wir haben auf jeden Fall hoffentlich mehr Digitalisierung und was vor allem wichtig ist in dieser Digitalisierung nicht lauter Silos, sondern wirklich, wir haben es ja vorhin schon mal besprochen, Synergie, ein integrales Plan und Bauen.

00:48:03: Wirklich, sag ich mal, mehr Plattformen, wo die uns die Möglichkeit geben, in dieser sehr, sehr ausdifferenzierten Branche einfach wieder mehr zusammenzuarbeiten.

00:48:13: Das wäre mir wichtig im Rahmen, dass die Digitalisierung das wirklich leistet.

00:48:17: Das können wir jetzt als Produkthersteller nur sehr, sehr bedingt beeinflussen.

00:48:20: Aber es gibt, glaube ich, viele vielversprechende Start-ups, die da einiges leisten.

00:48:25: Also das muss die Digitalisierung einfach hinkriegen, es uns allen leichter zu machen, irgendwie wieder besser miteinander zu arbeiten.

00:48:31: Und dann dieser ganze Prozess, das sage ich ja nicht so aus Spaß an der Freude, dieses Endkoppeln von Wachstum und Ressourcenverbrauch.

00:48:37: Ich hoffe, dass sich das einfach in zehn Jahren schon deutlich mehr abzeichnet und dass diese Vorstellungen, die wir da haben, eben auch konsequent von anderen hoffentlich auch großen Playern noch mehr umgesetzt wird.

00:48:52: Deine oder eure unternehmerische Vision in zehn Jahren für euch.

00:48:57: Europaweit und hoffentlich auch schon in anderen Ländern über Europa hinaus Bauprojekte beliefern und da einfach die Bauwende mitgestalten.

00:49:06: Ja.

00:49:07: Wie kommt man dahin?

00:49:10: Also habt ihr schon, seid ihr schon mit diesen großen irgendwie im Gespräch?

00:49:14: Du hast jetzt gerade schon ein bisschen Name-Dropping hier gemacht, Zügling und so weiter.

00:49:18: Haben die euch auf dem Schirm oder sitzt ihr jeden Tag da und guckt irgendwie die Mailbox an, wann die große Anfrage von Zübring kommt, oder?

00:49:25: Ich habe ja schon gesagt, die Projekte zu zusammen machen.

00:49:30: Für das erste Trickbrick hoch aus, sag ich mal.

00:49:34: Über die Projekte sprechen wir, wenn es soweit ist.

00:49:35: Wir haben einen Freund, das dann zu besprechen, wenn die Dinger wirklich stehen.

00:49:38: Aber natürlich ist da viel in Planung, ganz klar.

00:49:42: Auch mit großen Playern, jetzt nicht nur Bauseitig, auch Kundenseitig, sag ich jetzt mal.

00:49:47: Aber wie kriegt man das Ding quasi in die breite Masse?

00:49:51: Man muss natürlich einfach Medienwirksam im besten Fall darauf hinweisen, dass die Leute das auch einfach kennenlernen.

00:49:56: Nur immer irgendwie erst mal so ein Erstkontakt hinstehen.

00:49:58: Wir sind natürlich auf den ganzen großen Messen zerfolgen gesagt, exporeal, haben wir das glücklicherweise die Möglichkeit bekommen, an Termin mit der Ministerin zu machen.

00:50:06: Das gibt dem Ganzen natürlich auch eine andere Tragweite, wie wenn man da irgendwie in der Halle XY ganz hinten links steht.

00:50:11: Also wir versuchen einfach über unsere... über unser Marketing und auch über unsere Öffentlichkeitsarbeit auf unseren Case und diese Notwendigkeiten, die wir hier auch gerade besprochen haben, hinzuweisen und dann eben mit unserem System Einlösungsansatz zu bliten.

00:50:25: Und es funktioniert tatsächlich mit Blick auf die Skalierung ganz gut.

00:50:27: Also unser einziges unternehmerisches Problem aktuell ist eigentlich diese Produktion zu skalieren.

00:50:36: Also jetzt wirklich komplett in die Vollautomation zu kommen.

00:50:39: Die Anlagen haben wir jetzt schon bestellt, die werden jetzt bald aufgebaut.

00:50:43: Und dann können wir hoffentlich diese ganzen Anfragen, die wir gerade haben, auch beliefern.

00:50:46: Wir haben ja auch schon in Italien schon ein Fanhaus, das gebaut wurde mit unserem System.

00:50:51: Noch ein zweitere Ausland inzwischen schon geliefert.

00:50:53: Gucken gerade, was in den USA so geht.

00:50:55: Also das geht schon ganz gut ab dafür, dass wir erst vier Jahre alt sind.

00:51:01: Richtig toll.

00:51:04: Was würdest du denn so nach den vier Jahren so jung Unternehmern-Startup gründern?

00:51:09: Wie würdest du zuhin sprechen?

00:51:10: Gibt es so irgendwas, was du dir mitgeben würdest?

00:51:14: Also abseits von glaubt an euch das.

00:51:17: Also ich würde auf jeden Fall empfehlen in diesen Synergien zu denken.

00:51:21: Sich mit Blick auf Partnerinnen und Partnerunternehmen die man ja finden kann sich überlegen wie können wir da was zusammen bewegen.

00:51:27: Das hat glaube ich uns und auch mir immer extrem geholfen.

00:51:31: Dann tue ich auch schon wissen gerade an Dreistigkeit auch einfach mal in Sachen reingehen sich unkonventionell überlegen wie man Prozess sehr anstoßen kann.

00:51:41: Und dann einfach auch solide finanziert sein.

00:51:42: Also schlussendlich grad, wenn man jetzt ein Produkt auf den Markt bringt, das ist einfach eine kapitalintensive Geschichte.

00:51:49: Also das ist nicht wie eine App entwickeln.

00:51:51: Da muss man einfach sich drauf einstellen, dass es teuer wird.

00:51:54: Und man in der einen oder anderen Situation auch finanziell einen langen Atem braucht.

00:52:03: Durchhaltevermögen

00:52:05: gehört

00:52:05: dazu.

00:52:07: Aber das habt ihr als Kletterer ja.

00:52:09: Perfekte Voraussetzung, oder?

00:52:11: Das stimmt.

00:52:15: Gut.

00:52:16: Davina, machst du dir die Abschlussfrage?

00:52:19: Ja, gerne.

00:52:20: Levin, wir fragen immer unseren Gast zum Schluss einer Folge, wie du in ganz wenigen Sätzen zusammengefasst, was du dem Hörer da gerne mitgeben würdest, was er aus dieser Folge jetzt mitnehmen kann.

00:52:35: Also ganz klar eben dieses Thema in Synergien denken.

00:52:38: Das ist, glaube ich, gerade für Ingenieurinnen und Ingenieure echt wichtig, weil ... Ich den Eindruck habe, dass da manchmal so meine eigenen Professionen gedacht wird und was links und rechts passiert, können ja gucken wir dann halt mal.

00:52:51: Und das bringen wir ja auch zu diesem nächsten Punkt, den haben wir jetzt hier noch nicht so ganz besprochen, aber das will ich hinten raus noch wirklich sagen.

00:52:57: Gerade für Ingenieureinnen und Ingenieureinnen stellen wir auch oft fest, da gibt es, ich will jetzt diese Professionen überhaupt nicht so nahe treten und ich habe Politikwissenschaft studiert, kann dann manche Szenarien vielleicht auch nicht gut nachvollziehen.

00:53:08: Gewährleistung spielen sicherlich auch immer eine Rolle.

00:53:10: Aber ich habe schon den Eindruck, dass es da hier und da vor allem im Baubereich immer so ein Schema F gibt.

00:53:14: Und dass man zum Beispiel auch einen Produkt einfach mal reinbringt.

00:53:16: Okay, jetzt haben wir hier ein neues Produkt.

00:53:19: Ich habe hier meinen Schema F, mit dem ich das Produkt rechne.

00:53:21: Und dann, wenn es dann halt nicht klappt, was für sich, weil irgendwie die Windlast oder was auch immer nicht passt, dann klappt es halt nicht.

00:53:28: Und jetzt haben wir ja vorhin so über dieses Gemeinsam drüber nachdenken, wie wir zu Lösungen kommen besprochen und dann vielleicht auch mal so... Über den eigenen Schatten hinaus springt zu sagen, hey, ich löse mich mal von meinem Schema F und überlege, hey, vielleicht einfach jetzt mal proaktiv einfach selber, ohne dass mich irgendjemand darauf hinweist, oder das machen muss.

00:53:44: Weil wir beim Architekten anrufen sagen, hey, hast du eigentlich schon mal drüber nachgedacht.

00:53:47: Ich kenne da die und die Fassadenlösungen.

00:53:49: Wenn man die da mit einbauen würde, statt der, die du vorgeschlagen hast, dann wäre das Thema mit den Windlasten etwas besser.

00:53:54: Und dann kann man ja mit sowas wieder auf den Kunden zugehen, kann sagen, hey du, wir haben da gesehen, da gab es dieses eine Problem.

00:54:01: Das war jetzt in unserem Schema F nicht losbar.

00:54:03: Ich habe jetzt einfach mal selber mit dem Architekten durchgedacht, was man da machen könnte.

00:54:06: Hier mal einen Vorschlag, wie wir es machen könnten, dann würde das Projekt klappen.

00:54:09: Ich glaube, das sind schon so diese kleinen Schritte, wo sich jeder, sag ich mal selber, so ein bisschen an die Nase fassen kann und sagen, hey, vielleicht kann ich da auch einen Beitrag leisten, dass wir dann in der Gesamtheit wieder zu cooleren Ergebnissen kommen.

00:54:22: Ich glaube, wenn ich das noch ergänzen darf, dass wir da schon auf einem ganz guten Weg sind.

00:54:26: Also wir haben bei uns ein Beispiel jetzt.

00:54:30: Es gibt hier in Stuttgart oder auch in Berlin, also das mittlerweile auch deutschlandweit, den Nachhaltigkeitsstammtisch.

00:54:36: Das sind ganz viele junge Ingenieurinnen und Ingenieure, die sich da zusammentun, gerade mit der Brille auf, hey, wir wollen die Baubrosche revolutionieren oder weil wir müssen die Baubrosche auch verändern, weil da einfach die letzten Jahrzehnte, muss man sagen, viel zu wenig passiert ist.

00:54:52: Und hinter dem, ja, ohne die Wände in der Baubrosche wird auch die ganze Klimawende nicht funktionieren, also das ist ja mittlerweile ein offenes Geheimnis.

00:55:03: Und ich glaube, da findet mittlerweile, das habe ich zum fünften Mal mittlerweile gesagt, Dorf auch ein Umdenken statt, tatsächlich.

00:55:10: Aber danke für den Appell nochmal.

00:55:13: Gerne.

00:55:14: Also schön, dass du hier warst, Levin.

00:55:16: Geht jetzt zurück nach Berlin, oder?

00:55:18: Genau, ich ... Das ist der große Vorteil an so einer Bahnkarte hundert.

00:55:21: Man muss gar keinen Zug mehr buchen.

00:55:23: Das ist cool.

00:55:24: Geht einfach zur Bahn und guckt mal, was passiert.

00:55:28: Und lässt sich auf die Abenteuer der deutschen Bahn.

00:55:30: Ich glaube, die beantrage ich auch mal bei meinem Arbeitthema.

00:55:34: Ja, becareful what you wish for.

00:55:36: Du bist dann auch viel unterwegs.

00:55:38: Also vielen Dank.

00:55:39: Danke.

00:55:40: Danke für die Einladung.

00:55:43: Wow, wie toll.

00:55:44: Was eine Folge.

00:55:45: Was meinst

00:55:46: du?

00:55:47: Ja, ich fand es extrem interessant.

00:55:49: Und ich muss dir sagen, was mich irgendwie berührt, ist so dieses ganze Thema Verringerung von Müll.

00:55:55: Weil ich finde, wir sind heute extrem damit konfrontiert mit dieser Erkenntnis,

00:55:59: wie

00:55:59: viel Müll wir produzieren.

00:56:02: Nicht nur in der Baubranche, aber auch im Alltag.

00:56:05: Und ein Baustoff, der so wirklich Sorten rein ist, der praktisch kein wirklichen

00:56:09: Müll

00:56:10: hinterlässt.

00:56:11: Und danach kannst du im Gebäude abreißen.

00:56:13: Und es ist zumindest in dem Bereich, was dem Trick-Brick gebaut wurde, dann wirklich kaum Müll entstanden.

00:56:22: Das will ich mir eine tolle vorstellen.

00:56:24: Stimmt.

00:56:24: Und was mich tatsächlich beruhigt hat, sag ich mal, oder positiv gestimmt hat, dass der Levin auch berichtet hat, dass man doch auch in Deutschland noch gute Start-ups gründen kann, Unterstützung erfährt.

00:56:38: Ja.

00:56:39: Dass es total abhängig ist von den Personen, mit denen man

00:56:42: nun

00:56:42: hat, in den Behörden, in den Kommunen, in den Ministerien.

00:56:46: Und das ist doch da auch viele

00:56:49: positive

00:56:50: Erfahrungen.

00:56:51: Mhm, das stimmt, das stimmt.

00:56:54: Gut, sehr schön.

00:56:56: Die Bezüge von Zürer, am besten folgen, abonnieren mit Vom Sternebewerb.

00:57:01: Das hilft dem Podcast sehr stark, um zu wachsen und um in Zukunft noch tolle Content für Sie zu produzieren.

00:57:07: Also, wir sagen vielen Dank und

00:57:09: bis bald.

00:57:10: Ciao.

00:57:17: Der Inchcast ist eine Produktion der Ingenieurkammer Baden-Württemberg.

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