Nachhaltige Bauwende: Was macht Hoffnung?
Shownotes
Herzlich willkommen zum INGcast – dem Science-Talk der Ingenieurkammer Baden-Württemberg.
Unser heutiger Gast ist Prof. Markus Koschlik. Markus ist Professor für Bauingenieurwesen an der DHBW Mosbach – UNTER ANDEREM. Denn Markus ist auch Nachhaltigkeitsenthusiast, engagierter Pädagoge, Medienschaffender und erfolgreicher Influencer mit über 32 000 Followern auf LinkedIn.
Wir wollten so viel von Markus wissen: Was macht Social Media mit unserer Gesellschaft? Was können Influencer im Bereich Nachhaltigkeit bewegen? Warum stagniert die nachhaltige Bauwende? Was macht der Zeitdruck angesichts der Klimaziele eigentlich mit uns? Wie blicken Studierende auf modernes und nachhaltiges Bauen? Und vor allem: Was macht Hoffnung auf Veränderung?
Markus ist ein engagierter, kluger, witziger und ungewöhnlicher Gesprächspartner. Die Folge ist länger geworden als andere – und wir hätten noch stundenlang weiter mit Markus sprechen können. Irgendwann mussten wir ihn aber gehen lassen. Herausgekommen ist eine Episode, die nicht nur ungewöhnlich vielseitig ist, sondern alles, was passiert, immer auch im Spiegel von Social Media reflektiert und dadurch sinnvoll zwischen Sein und Schein differenziert.
Also: Viel Spaß beim Hören!
Homepage: www.ingbw.de Kontakt: ingcast@ingbw.de Jingle und Musik: www.songfabrik.com
Transkript anzeigen
00:00:17: Herzlich willkommen
00:00:18: zum Inchcast,
00:00:20: dem Science Talk der Ingenieurkammer Baden-Württemberg.
00:00:24: Unser heutiger Gast ist Professor Markus
00:00:26: Koschlik.
00:00:28: Markus ist Professor für Bauingenieurwesen an der DHBW Moosbach unter anderem.
00:00:35: Denn
00:00:36: Markus ist auch Nachhaltigkeitsenthusiast, engagierter Pädagoge, medienschaffender und erfolgreicher Influencer mit über thirty-two-thausend Followern
00:00:48: auf
00:00:49: LinkedIn.
00:00:50: Wir wollten so viel von Markus wissen.
00:00:52: Was macht Social Media mit unserer Gesellschaft?
00:00:55: Was können Influencer im Bereich Nachhaltigkeit bewegen?
00:00:58: Warum stagniert die nachhaltige Bauwende und was macht der Zeitdruck angesichts der Klimaziele eigentlich mit uns?
00:01:05: Wie blicken Studierende auf modernes und nachhaltiges Bauen?
00:01:08: und vor allem, was macht Hoffnung auf Veränderung?
00:01:11: Markus ist ein engagierter, kluger, witziger und ungewöhnlicher Gesprächspartner.
00:01:18: Die Folge ist länger geworden als andere und wir hätten noch stundenlang weiter mit Markus
00:01:22: sprechen
00:01:23: können.
00:01:23: Irgendwann mussten wir ihn aber
00:01:25: gehen
00:01:25: lassen.
00:01:26: Herausgekommen ist eine Episode, die nicht nur ungewöhnlich
00:01:29: vielseitig ist,
00:01:31: sondern alles, was passiert.
00:01:33: immer auch im Spiegel von Social Media
00:01:35: reflektiert.
00:01:36: Und dadurch sinnvoll zwischen Sein und Schein differenziert.
00:01:41: Also viel Spaß beim Hören.
00:01:48: Herzlich willkommen zum Inchcast, dem Science Talk für Ingenieure und Ingenieure.
00:01:53: Heute mit einem ganz tollen, besonderen Gast, Davina.
00:01:57: Ja, der Professor Markus Koschlik ist heute bei uns.
00:02:00: Genau.
00:02:01: Und der Markus ist nicht nur Prof und ... Spezialist für Nachhaltigkeit, selbst betitelter Nachhaltigkeitsenthusiast, sondern auch, und das wäre natürlich besonders spannend, auch, ich behaupte jetzt mal schon, auch Influencer.
00:02:17: Doch, kann man schon sagen.
00:02:18: Ja, ja, finde ich schon.
00:02:20: Deswegen, es gibt ganz viele Perspektiven, über die wir heute die Baubranche betrachten können.
00:02:28: Ich würde sagen, wir fangen an mit unserer kleinen Frage runter.
00:02:31: Genau, Markus, herzlich willkommen bei uns.
00:02:34: Zu Beginn stellen wir unserem Gast immer drei Fragen, nicht so die klassischen Fragen, sondern eher ein bisschen outside the box sag ich mal, um dich einfach ein bisschen näher kennenzulernen.
00:02:45: Und die erste Frage ist, das wollte ich als Kind gerne werden.
00:02:50: Ja, also erstmal danke für die Einladung nochmal.
00:02:53: Freut mich, dass ich hier sein kann.
00:02:54: Ich war eine Zeit lang schon in Stuttgart früher gewesen, deswegen ist es auch ein klein wenig so Rückkehr in die alte Heimat.
00:02:59: Freut mich total.
00:03:00: Was ich früher als Kind werden wollte, vielleicht Architekt zu beginnen, bis ich dann irgendwann mitbekommen habe, okay, die richtig coolen Sachen machen, die Ingenieure.
00:03:11: Okay, also war natürlich nur ein Spielsinn gewesen, jetzt wo ich in der Ingenieurkammer sitze, denke ich mal, kann man den mal kurz bringen, aber... Man hätte vielleicht meinen können, dass ich so gedacht habe, ich werde vielleicht Statiker, mein Vater ist Statiker, dass ich vielleicht so familiär geprägt in dem Bereich dann auch Gehrichtung, Ingenieurwesen, aber ich habe tatsächlich, muss ich zugeben, mir als Kinder nicht viele Gedanken darüber gemacht.
00:03:29: Also ich wollte jetzt nicht klassisch Polizist oder Feuerwehrmann werden oder so, sondern das hat mich damals nicht so interessiert, bis es irgendwann so weit gewesen ist, dass ich mich da für was entscheiden musste.
00:03:41: Also ich hatte da keine konkrete Vorstellung, muss ich einfach zugeben.
00:03:46: Meine Erfahrung ist übrigens, dass dieser Beruf scheinbar, aber auch ein Beruf ist gerade in der Baumbranche, Bauern, Architekt, Ingenieur, der es schon auch vererbt wird über Generationen.
00:03:54: Also ich finde, es hören wir oft, dass jemand sagt, ja, mein Vater war das auch schon so.
00:03:59: Aber ich glaube, es ist ganz oft bei den grundsätzlich frei beruflichen Berufen, also auch bei den Rechtsanwälten wird es ja häufig über Generationen weitergegehen, Ärzte.
00:04:07: Es gibt wahrscheinlich auch so ganze Dynastien.
00:04:09: Und so ist es eben auch bei den Ingenieuren und Architekten.
00:04:12: Ja, ich denke, bei mir ist es eine Kombination aus meinen Eltern.
00:04:14: Also mein Vater, wie gesagt, ist Statiker, Fachplaner.
00:04:18: Meine Mutter ist Lehrerin gewesen und jetzt im Recht, glaube ich, die Kombination ausweiten so ein bisschen.
00:04:23: An der Hochschule dann das Ingenieurwesen und die Lehre dann kombiniert miteinander.
00:04:27: Passt dann eigentlich auch ganz gut.
00:04:29: Ich hab's so noch gar nicht gesehen, fällt mir grad auf.
00:04:32: Die zweite Frage macht jetzt eigentlich keinen Sinn, weil die zweite ist so, bestellte ich mir zu Beginn meiner Laufbahn meinen Arbeitsalltag vor.
00:04:37: Aber wenn dein Vater schon ein Stadiker war, dann wusstest du ja, wie so ein Leben aussieht.
00:04:42: Eigentlich gar nicht, weil ich bin ja kein Fachplaner geworden.
00:04:45: Also ich bin ja vor sechs Jahren berufen worden.
00:04:48: Vorher sah mein Laufbahn ein bisschen anders aus.
00:04:50: Die waren ein bisschen verwinkelt gewesen, sag ich einfach mal so.
00:04:53: Aber vor sechs Jahren bin ich ja berufen worden.
00:04:56: hatte vorher natürlich als wissenschaftlicher Mitarbeiter, wo ich in der Uni in München gewesen bin, auch schon meine Vorstellung, was man so macht, vielleicht dann später mal in so einer Funktion, also leere Forschung, irgendwelche technischen Details, die man analysiert und so weiter.
00:05:11: Und das ist natürlich auch ein Teil meines Alltags heute.
00:05:15: Zu einer gewissen Wichtung, die eine Dinge halt mehr, die andere ein bisschen weniger.
00:05:20: Aber am Ende, glaube ich, konnte ich mir den Alltag nicht so vorstellen, wie es jetzt ist, nämlich, dass ich eigentlich ein Begleiter bin für junge Menschen, der junge Menschen motiviert, die Bauprognische voranzubringen und dass es eigentlich mehr so ein zwischenmenschliches Ding ist.
00:05:33: Also das ist, glaube ich so, was jetzt mein Alltag eigentlich am meisten beschreiben würde.
00:05:38: Aber Markus, das heißt du hast ganz klasse Spauingenieurwesen in München studiert?
00:05:42: Genau, also ganz klassisch kann man nicht sagen.
00:05:44: Also ich habe Abitur gemacht und bin dann relativ direkt im Anschluss zur Bundeswehr gegangen und war dann auch zwölf Jahre bei der Bundeswehr.
00:05:51: Ich habe diese Offizierlaufbahn gemacht, da war das Studium auch in Begriffen in München an der Bundeswehr-Universität, also Neubiberg.
00:05:59: Und nach dem Studium war es noch relativ lange Truppe gewesen, also ganz normaler Truppendienst bei der Bundeswehr mit Auslandseinsatz auch in Afghanistan.
00:06:07: Als militärischer Bauleiter könnte man so sagen oder Infrastrukturoffizier.
00:06:12: Und ja, in der Bundeswehr dann am Ende auch in der baufachtlichen Verwendung hier in Stuttgart gewesen, deswegen sage ich Heimspiel.
00:06:20: Da war ich nämlich im sogenannten Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistung der Bundeswehr, Kompetenzzentrum, Baummanagement, so ist das.
00:06:29: Ja, ganz lange Name, das war immer Spaß gewesen, das auf dem Brief drauf zu schreiben, wenn man es mit der Hand gemacht hat.
00:06:35: Hier in der Nonderger Straße oben und habt dann solche Liegenschaften hier betreut, also Kalf und Bruchsal, Waldüren, infrastrukturellen, dass die halt entsprechend weiterentwickelt werden und so weiter.
00:06:44: Und da war das Studium, danach kam dann die Promotion und parallel zur Promotion.
00:06:50: gab es eine Tätigkeit in einem Büro in München im Ottoprunn zur Nachhaltigkeitsberatung.
00:06:56: Und dann kamen eigentlich zufällig dann das mit der Professur.
00:07:00: Das war eigentlich ein Testballon gewesen und der hat durch funktioniert.
00:07:04: Das ist so ganz grob der Abriss.
00:07:06: Okay.
00:07:06: Okay,
00:07:07: letzte Frage.
00:07:08: Genau.
00:07:09: Diese Errungenschaft bzw.
00:07:11: dieses bahnbrechende Projekt meiner Branche fasziniert mich bis heute.
00:07:15: Also ich möchte jetzt glaube ich kein einzelnes Projekt oder so hervorheben.
00:07:20: Aber mich fasziniert eigentlich, seitdem ich mich mit einem nachhaltigen Bauen beschäftige, und das ist jetzt so seit Jahrzehntausend elf ungefähr, da habe ich hier in Stuttgart die ersten Fortbildungen auch gemacht über die deutsche Gesellschaft für ein nachhaltiges Bauen, gab es damals verschiedene Standegebote, dass ich merke, dass wir uns eigentlich seitdem in so einem Art Paradigmenwechsel auch befinden, dass wir Gebäude nicht mehr so als einzelne Objekte sehen, die isoliert irgendwo geplant werden und errichtet werden, sondern dass das Teil von einem größeren ist, dass das zusammenhängt, dass das vernetzt ist mit einem anderen, dass das funktionieren muss auch in der Quartiersebene, dass wir das in einer ganz anderen zeitlichen Dimension sehen müssen, dass wir Lebenszyklus orientiert planen müssen und so weiter.
00:08:02: Also dieser Wechsel, dass das immer mehr in den Köpfen der Menschen sich verankert, das ist das, was mich eigentlich am meisten fasziniert und dass wir uns auch solche Gedanken machen, wie Verantwortung beim Bauen einfach jetzt.
00:08:12: Also wir bauen nicht nur irgendwas, sondern wir denken auch ein Schritt weiter.
00:08:15: Wir denken an Ressourcen, die nur endlich verfügbar sind, an klimatische Einflüsse, an zukünftige Generationen.
00:08:23: Also da diese Selbstverständnis, was sich da entwickelt hat, was nicht schlagartig plötzlich anders ist, aber was sich eben über einen längeren Zeitraum auch entwickelt, das ist das, was mich am meisten fasziniert.
00:08:34: In Verbindung damit, dass wir uns ja eigentlich ganz oft um so ganz kleine Details kümmern müssen.
00:08:39: In der Lehre kümmern wir uns um irgendwelche Schraubenverbindungen und irgendwelche Kräfte, die dort wirken und so weiter, ganz winzige Details.
00:08:46: Und gleichzeitig fast schon so philosophische Fragestellungen.
00:08:50: Und das ist in der Branche so zusammen und das finde ich schon total faszinierend.
00:08:54: Ja, ja, voll.
00:08:56: Du solltest jetzt auch gleich philosophisch werden, Markus.
00:08:58: Aber ich würde sagen, davor reden wir nochmal so ein bisschen über deine Person.
00:09:03: Was ist jetzt genau heute dein Job?
00:09:06: Ich glaube, da haben wir jetzt noch gar nicht darüber geredet.
00:09:07: Also du hast studiert Bundeswehr und so weiter.
00:09:10: Und was und wo machst du jetzt heute?
00:09:12: Also... Heute bin ich an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg.
00:09:17: Das ist ja die größte Hochschule in Baden-Württemberg, was man vielleicht oftmals gar nicht so auf dem Schirm hat, weil es nicht einen Standort gibt, sondern viele Standorte über Baden-Württemberg verteilt.
00:09:27: Also hier in Stuttgart beispielsweise das Präsidium auch und die Baunschneure beispielsweise in Mosbach, da wo ich halt bin.
00:09:33: Und da bin ich im Baunschnerwesen Professor.
00:09:37: und habe dort verschiedene Module und beispielsweise das nachhaltige Bauen auf, wo ich mich mit beschäftige oder Projektmanagement, Projektsteuerung, Baukosten, Baubetrieb und verschiedene Baukonstruktionen und so weiter und mache dort überwiegend Lehre.
00:09:51: Wenn es mal die Möglichkeit gibt, an der Forschung mitzuarbeiten, beteilige ich mich da auch.
00:09:55: Veröffentlichung und vor allem die Betreuung und das Begleiten von den Studierenden.
00:10:01: Das sind so meine Hauptaufgaben dort.
00:10:04: hinzukommt, dass du, wie tot hat es vorher schon so ein bisschen angeteasert, auch ein Influencer-Leben fürst.
00:10:12: Erzähl.
00:10:13: Naja.
00:10:16: Ich sehe mich erstmal so, das glaube ich, möchte ich vorab sagen, nicht als klassischen Influencer.
00:10:22: Also das spielt das auf.
00:10:23: Sagt jeder.
00:10:24: Ja, ja.
00:10:25: Das musst du
00:10:26: sein.
00:10:26: Ja,
00:10:27: ja.
00:10:28: Ja, ich weiß, Content Creator, ja.
00:10:30: Also ich finde, ein Influencer, wenn ich darüber nachdenke, der profitiert vielleicht auch von seinen Tätigkeiten direkt oder indirekt dort vielleicht auch finanziell und das ist gar nicht meine Absicht.
00:10:41: und das profit das mache ich auch nicht.
00:10:43: Ich habe davon eigentlich nichts.
00:10:44: Ich würde mich da eher so als vielleicht Multiplikator sehen oder könnten das noch ausdrücken vielleicht so als Wissenskommunikator oder sowas.
00:10:54: Also jemand der irgendwelche technischen Fragestellung in der bildhaftere Sprache vielleicht übersetzt und dann in breiteren Publikum zugänglich macht.
00:11:04: Also das mal so vorab.
00:11:05: ich sehe mich nicht als klassischer Influencer.
00:11:07: Aber ich sehe es trotzdem insgesamt ziemlich ambivalent.
00:11:09: Also ich bin nur auf LinkedIn unterwegs.
00:11:12: Die anderen Plattform meide ich.
00:11:14: Und hast da aber weit über hast da fast dreißig tausend Follower.
00:11:19: Ja das kommt gut hin genau.
00:11:21: Dreißig tausend müssten das sein.
00:11:23: Aber ich sehe es trotzdem sehr ambivalent.
00:11:25: Ich mache es seit drei Jahren ungefähr.
00:11:27: Der Vorteil der ganzen Sache, man riecht auf der Hand, ich kann so meine Themen, die für mich wichtig sind, wirklich extrem streuen.
00:11:33: Ganz massiv, also auch Themen fachlicher Art, die vielleicht so unter dem Radar verschwinden würden normalerweise.
00:11:40: Die kann ich im großen Publikum zugänglich machen und auch vielleicht irgendwie verständlich machen.
00:11:45: Und da reden wir jetzt nicht von irgendwie ein paar hundert oder tausend.
00:11:48: Leuten, die das anschauen.
00:11:49: Ich habe das mal ausgewertet für ein paar Beiträge.
00:11:51: Das sind ja teilweise Millionen Impressionen, die dann erzeugt werden.
00:11:54: Also ich glaube im letzten Jahr haben es fünfzehn Millionen insgesamt.
00:11:57: Und es ist dann schon eine ganz schöne Menge.
00:11:59: Und ich habe da Einzelbeiträge.
00:12:01: Da vermute ich das manchmal gar nicht.
00:12:03: Ich hatte zum Beispiel mal eine Frage, ob ich eine Veröffentlichung schreiben kann zu... Flusswasser oder Abwasserwärmepumpen.
00:12:10: Ich weiß es gerade gar nicht mehr, schon ein Jahr her oder anderthalb Jahre.
00:12:13: Und ich kenne mich natürlich ein bisschen aus mit der Technik, aber ich bin auch kein Spezialist für solche Großwärmepumpensysteme und so weiter.
00:12:21: Und dann habe ich eigentlich nur versucht, mal die Schwarmintelligenz zu aktivieren, überlinkt in und mal zu fragen, wer kennt sich da aus?
00:12:28: Was gibt es dafür für Tipps, für Hinweise, wo muss ich nachschauen?
00:12:31: Und das ist wirklich viral gegangen.
00:12:34: knapp eine Million Ansichten und entsprechend viele Kommentare nicht nur von interessierten Menschen, sondern auch von Menschen, die mir wirklich viel Input gegeben haben.
00:12:42: Also ich konnte mega davon profitieren.
00:12:44: Das hätte ich so nicht geschafft, ohne diese Schwarmintelligenz zu nutzen.
00:12:48: oder Beiträge über Bachelorarbeiten.
00:12:50: Man denkt, das ist ja völlig langweilig.
00:12:52: Ich mache Veröffentlichungen von Bachelorarbeiten beispielsweise auch, wenn das gut passt in der Buchreihe.
00:12:58: und stellt ihr da manchmal vor und das schauen sich hunderttausende Leute an und so wird das wissen, was in den Arbeiten drin steckt und was normalerweise vielleicht ja irgendwo in einem Archiv landen wird am Ende und dann irgendwann aussortiert wird.
00:13:10: Das wird zugänglich gemacht und das finde ich einfach nur faszinierend.
00:13:13: Deswegen mache ich das so gerne.
00:13:15: Aber Ambi war denn deswegen, weil Social Media, wenn man da Reichweiten haben will, da muss man auch was liefern.
00:13:23: Ja, beschäftigst du dich auch so aktiv mit Algorithmen, mit Wie erreiche ich was?
00:13:28: oder hast du also?
00:13:29: hast du einen Plan, einen Posting Konzept oder
00:13:33: nicht?
00:13:33: Nein, gar nicht.
00:13:34: Also ich mache das intuitiv, aber ich mache mir natürlich schon dort auch meine Gedanken und die Erfahrung zeigt einfach, wenn man solche Fachthemen, also wenn man nur Fachthemen bringt, dann erreicht man kaum jemanden.
00:13:46: Da muss man sich schon was einfallen lassen.
00:13:47: In der Regel muss man entweder spalterisch sein, was ich nicht sein möchte oder extrem schwarz-weiß sein, was ich auch nicht sein möchte.
00:13:55: Da bleibt einem nur die Möglichkeit, Persönliche Nuancen mit Einfließen zu lassen oder auch mal über gesellschaftliche Themen zu sprechen.
00:14:03: Aber du postest
00:14:04: schon ein bisschen zu deinem Privatleben.
00:14:06: Ab
00:14:06: und zu, aber überwiegend würde ich mal sagen gesellschaftlich und dann wieder fachliche Themen.
00:14:12: Das kann man dann wie so Wellen verstehen.
00:14:14: Also diese gesellschaftlichen Themen, die erzeugen hohe Impression und ziehen automatisch die fachlichen Themen wieder mit hoch.
00:14:20: Das ist wie so eine Wellenbewegung, die sich gegenseitig dann aufschaukelt.
00:14:24: Wenn man das fachliche nur macht, dann bringt es nichts.
00:14:27: Und wenn man das menschliche einbaut, dann schaukelt es das Ganze auf, aber man macht sich halt extrem.
00:14:33: angreifbar auch.
00:14:34: Und Social Media kann da mal relativ schnell unter die Gürtel-Linie gehen, vor allem, wenn man große Reichweiten hat.
00:14:38: Und dessen muss man sich bewusst sein und sich darauf einstellen, dass es auch mal schnelldreckig werden kann.
00:14:43: und persönlich.
00:14:44: Ist es bei dir schon mal geworden?
00:14:45: Also, hattest du schon mal so einen richtigen Shitstorm?
00:14:47: Echt?
00:14:47: Ja,
00:14:47: total.
00:14:48: Ich hab... Ich habe tatsächlich mal eine Anfrage bekommen von der Zeitung.
00:14:52: Da ging es aber eher um gesellschaftliche Themen.
00:14:54: Das war vor der Thüring-Wahl gewesen und der war wirklich gut gemacht von der Frankfurter Rundschau.
00:14:59: Muss ich jetzt mal sagen, echt toll gewesen der Text.
00:15:02: Das war nämlich eher so verbindend gemeint, das Ganze, Richtung der Wähler, die vielleicht eher extreme Positionen gewählt hätten.
00:15:10: Und kurz danach hat das der Fokus online aufgegriffen und hat den Text meines Erachtens vom eigentlichen Sinn ein Stück weit verzehrt.
00:15:20: Also dann doch mehr Richtung das schwarz-weiße und so weiter.
00:15:23: Und das ist online veröffentlicht worden.
00:15:25: Und ich habe dann, als ich dann die Info bekommen habe, ich wusste das gar nicht, mir hat dann ein Bekannter geschrieben, guck mal, du bist im Fokus.
00:15:30: Ist so, okay, alles klar, reingeschaut.
00:15:32: Kommentarspalte war mit fünfhundert Kommentaren voll oder so.
00:15:35: Aber die waren fast durchweg unter der Gürtellinie, die ging wirklich bis in die übelsten Bedrohung rein.
00:15:41: Und das ist dann schon was, was einen auch mitnimmt.
00:15:44: Wahnsinn, weil man hört das ja ganz oft von solchen Content-Creatorn, die erzählen, wenn da so ein Shitstorm mal losgetreten ist, dass ein das wirklich auch persönlich irgendwie betrifft und man da schon auch dran zu nagen hat.
00:15:56: Ich konnte mir das immer nicht so vorstellen.
00:15:57: Also, zum einen kann ich mir immer nicht so richtig vorstellen, wer da jetzt auch so Kommentare veröffentlicht, die so unter die Gürtelinie gehen, ne?
00:16:05: Aber auch dass ein das dann so trifft, weil das ist ja so abstrakt.
00:16:08: Du kennst die nicht, du hast sie nie gesehen, die kennt dich nicht.
00:16:11: Aber die tun so, als kennen die dich.
00:16:13: Also die kommentieren ja dann auch Dinge an dir, was es ich dann aussehen, irgendwas, was du gesagt hast und so.
00:16:19: Und das kann ich mir, das ist ein extremen psychische Belastung, das kann ich mir schon vorstellen.
00:16:22: Wie siehst du so dieses, also ich finde, wir als Gesellschaft reden ja jetzt schon zurecht sehr viel über die Einwirkung von Social Media, von Social Media Dynamiken.
00:16:31: Ist es jetzt Fluch oder Segen?
00:16:34: Wie siehst du das Markus?
00:16:35: Also ... Echzen wir, also es stehen jetzt auch so einen Begriff im Raum, dass Social Media sich so ein bisschen Demokratie zersetzen, auswirken würde und so weiter.
00:16:45: Wie siehst du das so?
00:16:47: Das geht in beide Richtungen auch wieder.
00:16:50: Also ich glaube, dass es eine Entwicklung ist, die man so nicht mehr aufhalten kann, dass es einfach Bestandteil ist von unserem Leben, Social Media.
00:16:56: Wir müssen halt einfach damit lernen, richtig umzugehen und auch den den Nutzern klar machen, wie man am besten damit umgeht, wie man bestimmte Sachen filtert.
00:17:05: Also wir müssen einfach lernen, damit zu leben und können es auch nicht mehr abschaffen, das Ganze.
00:17:10: Ich finde es wichtig, dass es das gibt, weil es auch Menschen wie mir zum Beispiel die Möglichkeit gibt, entsprechende Meinungen zu streuen.
00:17:18: Aber natürlich auch Anderen, die vielleicht Gegenteiliges im Sinne haben.
00:17:21: Also ist Fluch und Segen, ich kann es nicht anders sagen.
00:17:23: Es ist beides.
00:17:24: Aber es gehört zum Leben dazu.
00:17:26: Wie bist du denn dazu gekommen?
00:17:27: Also, dass du vor drei Jahren hast du begonnen und war das einfach so aus dem Impuls raus?
00:17:31: Ach jetzt fange ich mal an mit LinkedIn.
00:17:33: oder hat jemand gesagt, Mensch, Markus.
00:17:36: Macht ihr doch mal einen Link in Profis, wird mal Zeit.
00:17:38: oder wie kam das?
00:17:39: Also ich... Ich habe mir das irgendwann mal angelegt nach der Promotion und habe es dann ruhen lassen die Zeit lang und bin dann irgendwann mal später, das muss vor knapp drei Jahren gewesen sein, in meinem Heimatort entlang gelaufen und habe ein Fahrzeug gesehen mit einer Werbung drauf für ein Wärmedämmverbundsystem und habe dann gedacht, okay, machst du mal einen kontroversen Beitrag über Wärmedämmverbundsysteme, über Recyclingfähigkeiten, graue Energien und so weiter.
00:18:04: und das ging schon relativ gut.
00:18:06: damals, hatte ich noch nicht viele Follower, aber das war schon sehr kontrovers.
00:18:09: wäre es, damit wirklich vielen auch Impressionen auf den Beitrag und spätestens als ich dann die Industrie quasi mit aufgeschaltet hat, die WDVS-Industrie und dann ihre Kommentare abgeben hat, dann ist es natürlich ganz schön, also ganz schön verbreitet worden das Ganze.
00:18:23: Und es hat mich einerseits auch schon ein Stück weit erschrocken, aber auch fasziniert, was für Menschen man einfach in Kontakt kommen kann, wie man sich austauschen kann.
00:18:31: und Immer, wenn man auch eine gegenteilige Meinung sieht, hat man auch die Möglichkeit, das aufzugreifen, das zu hinterfragen, sich nochmal und selber zu gucken.
00:18:38: Bin ich noch richtig justiert oder kann ich da nochmal irgendwie mich weiterentwickeln auch?
00:18:43: Das hat mich total fasziniert.
00:18:44: Und ich habe glaube der zweite Beitrag, den ich dann geschrieben habe, ging tatsächlich über Bachelorarbeiten, wo ich gesagt habe, hier ich.
00:18:50: Ich finde das nicht schön.
00:18:51: Ich habe viele tolle Bachelorarbeiten und die werden alle nicht veröffentlicht.
00:18:55: Die landen im Archiv, auch wenn es tolle Arbeiten sind.
00:18:57: Meistens sind Sperrvermerke drauf.
00:18:58: Wir sind eine duale Hochschule.
00:18:59: Das heißt in der Regel nicht zugänglich und ich finde das einfach nicht schön.
00:19:03: Und das ging so was von ab.
00:19:06: Das war verrückt gewesen.
00:19:07: Also ich glaube knapp eine Million oder so Impression auf den Beitrag mit tausenden Likes sozusagen.
00:19:14: Und ganz vielen Möglichkeiten für die Kooperation.
00:19:18: Ich habe dann von Verlagen beispielsweise Angebote bekommen, für irgendwelche Buche eigentlich rausbringen kann, habe mich dann auch entschieden für einen Verlag.
00:19:25: Und seitdem mache ich das regelmäßig von anderen Hochschulen und Universitäten solche Kooperationsangebote.
00:19:30: Und dann habe ich eigentlich blutgelegt und dachte, das kann man doch super gut nutzen für sowas.
00:19:35: Das finde ich übrigens krass, dass so diese Verlagsbranche mittlerweile ganz stark abhängig ist von Reichweite auf Social Media, also der, der Reichweite hat.
00:19:42: Der kommt dann da so rein und ist schon natürlich auch eine werte Verschiebung im Sinne nach welchen Kriterien suchst du Leute aus, die dann sprechen dürfen.
00:19:53: Okay, ich würde sagen, wir gehen mal so ein bisschen jetzt rein in unsere Themen, oder?
00:19:58: Ja, unbedingt.
00:20:00: Also wir haben uns ein bisschen vorgestellt, Markus, dass wir
00:20:02: oder dass
00:20:03: du eigentlich jetzt mal so richtig
00:20:05: ab...
00:20:05: Wir haben jetzt gerade schon gelernt, dass wir emotionalisieren müssen, Davina.
00:20:10: Dass du jetzt ein bisschen abziehen kannst und so ein bisschen auch mal wirklich Dinge benennen, die einfach schief laufen.
00:20:18: Und dass wir dann aber dann quasi zum Endesgesprächs natürlich uns darauf fokussieren wollen, was Hoffnung macht.
00:20:27: Um also ganz allgemein einzusteigen, ich hab jetzt ... Ende November, Markus war das Klimafestival der Bauwende in Berlin, da war ich auch.
00:20:36: Und da war das auch immer schwank, ist so mit, da waren auch ganz viele Produktaussteller, die zertifizierten Produkte ausgestellt haben, da waren Leute die Vorträge gehalten, haben über coole Leuchttomprojekte, die zeigen, wie man es anders macht und so weiter.
00:20:52: Und ich finde, das schwingt aber immer so die Frage mit, okay, aber irgendwie, die sind eine wirkliche Wende, passiert der bis jetzt nicht so oder irgendwie nicht in dem Maß?
00:21:01: wie wir uns das wünschen.
00:21:04: Da würde ich gerne mal ganz einsetzen, hast du an diesem Gefühl ansetzt, an diesem Gefühl hast du auch das Gefühl, also fragst du dich
00:21:08: auch,
00:21:09: warum einfach zu wenig passiert und was, wo einfach, warum wir so stagnieren, sag ich
00:21:15: mal.
00:21:16: Ja, das Gefühl habe ich auch.
00:21:19: dass oftmals so diese über die Nachhaltigkeit halt in Pilotprojekten gesprochen wird, in großen Leuchtturmprojekten, aber darüber reden wir schon seit vielen Jahren, dass das eigentlich ein Problem ist, dass es mehr in die Fläche kommen muss.
00:21:30: Also ich finde, dass ein großes Problem ist, dass in den Köpfen der meisten Menschen, jetzt ist auch noch von der Prangische selber, aber auch von den Bauherren vielleicht, so dieses ganze Thema der Nachhaltigkeit oftmals noch so wie ein Zusatz gesehen wird.
00:21:43: Also irgendwas, was man so optional noch einen Topf draufsetzen kann, wenn noch ein paar Euro übrig sind.
00:21:48: Und das ist glaube ich ein Problem, weil wenn es darauf hinausläuft, dass es was Zusätzliches ist, was vielleicht auch noch Aufwand verursacht und anstrengend ist, vor allem wenn man vielleicht noch zertifiziert, aus welchen Gründen auch immer oder Fördermittel braucht oder so und dann irgendwie eine Ökobilanz nachweisen muss oder so.
00:22:04: Wenn man sich darauf quasi fokussiert, dann fokussiert man sich am Ende bei der Fragestellung immer auf die Kosten und da halt... Plastisch auf die Herstellerkosten lässt die ganzen anderen Dinge aus dem Blick.
00:22:15: Und das sieht man eigentlich auch, diese Fokussierung, wenn ich mal die akademische Welt anschaue, also diese nicht Fokussierung, sondern diese Ansicht der Nachhaltigkeit als etwas Zusätzliches.
00:22:27: Wenn man zum Beispiel sieht, dass an vielen Hochschulen der Universitäten das Thema Nachhaltigkeit als separates isoliertes Fach gelehrt wird.
00:22:36: Also das wird dann nicht integriert in die eigentlichen Vorlesungen, wie zum Beispiel in die.
00:22:41: Baukonstruktion oder so, dass man sagt, okay, ich habe jetzt das und das Versatensystem.
00:22:46: Und das kostet so viel.
00:22:48: Die Folgekosten wegen Reinigung und was auch immer, die werden jetzt so groß gewesen.
00:22:53: Die Öffnungen sind entsprechend unterschiedlich.
00:22:55: Das hat einen Einfluss auf von mir aus die Tageslichtverfügbarkeit oder auf den thermischen Komfort und so weiter und so fort.
00:23:01: Also das machen mir oftmals nicht.
00:23:03: Es gibt natürlich auch positive Beispiele, die es genauso machen, aber in der Regel ist es isoliert.
00:23:08: Auch jetzt im Projektmanagement oder im Baubetrieb machen wir uns oft keine Gedanken über unsere Maschinen, zwar über die Leistung der Maschinen.
00:23:17: Wie lange brauchen die, um irgendeine Baugrube auszuheben, aber nicht, was kommt dafür, Emissionen noch bei raus und so weiter, oder Transportemissionen.
00:23:24: Also wir integrieren das nicht, sondern es steht ein Stück weit isoliert da.
00:23:27: Und wenn es dann so isoliert da steht, dann ist es halt, am Ende sind sie Kosten, die ... Relevanz sind, wenn man über Nachhaltigkeit nachdenkt und wenn noch was übrig ist, dann macht man es halt.
00:23:36: Und ich kann es auch verstehen, also wenn ich mir jetzt beispielsweise mal so ein Projektentwickler vorstelle, der das am Ende mit der größtmöglichen Marsche verkaufen will, ja klar, der hat zu wenig Anreize, einfach da was anderes zu machen.
00:23:47: Warum soll das sich noch Gedanken dann um Dinge machen, die ihn vielleicht überhaupt nichts finanziell bringen?
00:23:54: Beim Eigennutzer verstehe ich es nicht so ganz.
00:23:56: Aber da ist das Verständnis anscheinend oftmals noch nicht so ausgeprägt, dieses Lebenszyklusbasierte Denken, dass man sagt, ja, was kostet es und dann kann ich es bauen oder nicht, dass wir achtzig Prozent der Gesamtkosten in der Nutzungsphase haben und wir uns da kaum Gedanken drüber machen, sondern nur über die reinen Herstellerkosten.
00:24:14: Das müsste eigentlich bei allen Eigennutzern, beim Häuslebauer sage ich mal, ankommen.
00:24:19: Aus solcher Kosten, die man oftmals völlig außer Acht lässt wie Gesundheitskosten oder, jetzt hat man auch jetzt die Qualität an sich, die halt eine Rolle spielt.
00:24:28: Das könnte man ja alles monetarisieren, aber am Ende fokussieren wir uns immer so auf den Kennwert Herstellkosten.
00:24:35: Und das ist schwierig aus den Köpfen rauszukriegen, vor allem ohne die fehlenden Anreize.
00:24:40: Absolut, ich war die Woche auf einer Veranstaltung und habe mich da auch mit einem unterhalten, der gesagt hat, er wird immer, also auch Bauingenieur, der regelmäßig gefragt wird von seinen Auftraggebern, ja, können wir uns das mit der Nachhaltigkeit noch leisten oder lassen wir es weg?
00:24:52: Und hat er auch gesagt, wir können uns das nicht leisten, wir müssen uns das leisten, weil das ist eigentlich der einzige Weg, dass es jetzt hier halt vorangeht in der Bauwende.
00:25:03: Aber das ist in den Köpfen nicht drin, sondern genau wie du sagst, es wird eher so als add-on gesehen und wenn man noch paar Euro übrig hat, dann kann man es ja vielleicht nachhaltig gestalten.
00:25:10: Und ich glaube, das ist vielleicht auch eines der Punkte beim Häuslebauer.
00:25:16: Dadurch, dass die Kosten gerade eh so hoch sind, dann denkt man, boah, nee, die paar Tausend Euro mehr, die investiere ich jetzt nicht.
00:25:23: Dass das aber mittelfristig sich schon tausendmal rechnen würde, das vergessen halt viele.
00:25:30: Und also diese regulatorischen Reize, Fehlanreize, von denen du jetzt gesprochen hast, Markus, die sind Also im Grunde genommen meinst du damit fehlende staatliche Förderung oder?
00:25:44: Ja, nicht nur.
00:25:45: Also ich würde auch nicht sagen, dass es nur nur Fehlanreize sind, sondern auch oftmals einfach fehlende Anreize.
00:25:52: Also das ist eine Kombination aus den aus den Punkten, da gibt es eine ganze Menge.
00:25:56: Ich meine, Förderung ist eine Sache, aber ich meine, wenn wir jetzt Einfach mal gedanklich, uns so ein Bauprojekt auf der Zeitachse vorstellen.
00:26:03: Da findet man automatisch ganz viele fehlende Anreize oder Fehlanreize einfach.
00:26:08: Wenn man mal ganz vorne beginnen, fehlt in der Regel irgendwie so eine vernünftige Projektentwicklungsphase.
00:26:15: So vorgeschaltet, um sich erst mal Gedanken zu machen, ganz, ich sag mal ganz neutral Gedanken zu machen, wie ich meinen Bedarf, den ich anscheinend habe, decken kann.
00:26:22: Der ist nicht abgebildet in der Hawaii beispielsweise.
00:26:24: Wenn ich mal die Hawaii-Phasen so durchgehe, die Leistungsphase null, über die man ja oft spricht, die gibt's so nicht, also den Anreiz, sich da Gedanken drüber zu machen oder erst mal die Idee auch, dass man das sich Gedanken drüber machen könnte.
00:26:36: weil man viele Optionen hat, da kommt man halt nicht drauf.
00:26:39: Wenn man dann so weitergeht und dann mal in die frühen Planungsphasen geht, also schon mal Grundlagenermittlung oder Vorplanung und sich mal das HOUI-Leistungsbild anschaut.
00:26:49: Da findet man nicht wirklich viel, was so Richtung Nachhaltigkeit, irgendwie Variantenuntersuchungen für die Ökobilanzen, Lebenszykluskosten, Rückbaubarkeit, Recyclingfähigkeit und sowas.
00:27:00: Das ist deutlich adressiert.
00:27:02: Und auch der Anteil für die Honurierung am Ende, der ist ja sehr gering für die ersten Phasen.
00:27:07: Das ist ganz minimal nur abgebildet.
00:27:10: Die späteren Phasen sind dann deutlich höher honuriert.
00:27:12: Also warum sollte sich dann ein planer Gedanken drüber machen, wenn es nicht noch als... Besondere Leistungen, auch besonders dann nochmal vergütet wird.
00:27:21: Im Rahmen der Grundleistung ist da kein Anreiz da.
00:27:24: Dann geht es eigentlich so weiter auf der Zeitachse.
00:27:27: Dann geben wir in die weiteren Planungsphasen rein und dann kollidieren oftmals unsere... Wünsche als Bauherr, vielleicht mit der Normung.
00:27:37: Also ich sag mal, das ganze Zeitproblem jetzt, was aus der Regulatorie kommt, aus den Normen, weil viele Bauherren heute das Gefühl habe, ich alle möglichen Risiken ausschließen wollen, völlig risikoavers sind und dann sagen wir vereinbaren jetzt alle Normen in unseren Verträgen.
00:27:51: Das heißt, ja klar, dann habe ich ... Sau viele Normen und Normen bilden halt auch keine Innovation ab.
00:27:58: Es dauert halt, bis das normativ umgesetzt ist in ein paar Jahre.
00:28:01: Das heißt, ich lebe eigentlich ein paar Jahre zurück und kann solche innovativen Dinge, die es schon auf den Markt gibt, gar nicht umsetzen.
00:28:06: Da sind mir dann die Hände gebunden und es dauert einfach lange auch das Ganze.
00:28:09: Und dann später auch die Genehmigungsverfahren und so.
00:28:11: Ich hatte mal den Thüring nachgeschaut, jetzt vor kurzem, wie lange das dann dauert vom Genehmigungsverfahren bis zur Realisierung beispielsweise von ganz normalen Wohngebäuden.
00:28:20: Das sind ja... Mehr als zwei Jahre mittlerweile.
00:28:23: Das ist zu lange, um deine Wende wie auch immer hinzubekommen.
00:28:27: Oder Beplanverfahren.
00:28:29: Mein Lieblingsbeispiel immer aus Berlin.
00:28:31: Diese hundertzwanzig Monate, die man schon öfter mal gehört hat.
00:28:33: Ja, zehn Jahre dauert's.
00:28:35: Fünf Beplanverfahren in Berlin.
00:28:37: Anderen Bundesländern weiß es grad nicht aus dem Kopf.
00:28:39: Aber wie soll man so eine Wende auf der Zeitachse hinbekommen, egal welcher Art.
00:28:44: Das ist einfach zu lange.
00:28:46: Und das, was du grade angesprochen hast, diese Risiko.
00:28:49: Angst, die viele Bauherren haben, würdest du sagen, es liegt nur auf Bauherrenseite oder ist es nicht auch auf Planerseite, sodass man sich aufgrund der ganzen Vorgaben, die mittlerweile im Raum stehen, nach allen Seiten absichern möchte?
00:29:03: und auch die Baurechtsämter, die entscheidenden Kommunen, sag ich mal, die auch einfach nicht mehr gewillt sind.
00:29:10: Ach komm, da gehen wir vielleicht mal ein bisschen ins Risiko, aber daraus kann vielleicht auch was ganz Gutes und was Neues entstehen.
00:29:15: Definitiv auf allen Seiten.
00:29:17: Ich glaube, das ist so ein gesellschaftliches Thema auch wieder, dass wir versuchen, möglichst keine Risiken einzugehen, weil wir Angst haben, was für Konsequenzen daraus resultieren könnten.
00:29:25: Dass es nicht nur planerisch oder nicht nur von der Bauherrnseite, das betrifft, glaube ich, jeden.
00:29:29: Und da müsste man, glaube ich, auch darüber reden, wo man vielleicht von diesen Standards auch abweichen könnte.
00:29:36: Nicht unbedingt da, wo sie wirklich Sinn machen muss, um Sicherheit geht und so weiter.
00:29:39: Ich meine, Normung ist ja auch total sinnvoll und wichtig.
00:29:42: Ich will jetzt hier keinen Norm-Bashing betreiben oder sowas.
00:29:44: Das liegt mehr total fern.
00:29:46: Aber es gibt bestimmt etliche Standards, die Richtung Komfort gehen und so, wo man sagen könnte.
00:29:52: muss das denn sein, dass man diese Temperatur im Winter immer halten muss oder
00:29:56: so.
00:29:57: Schallschutz.
00:29:57: Da gibt es so viele Themen, wo man auch sagen könnte, dann könnte man ein Stück weit vielleicht auch runtergehen und wird es dadurch schneller hinbekommen, günstiger hinbekommen und könnte sie vielleicht auch das Geld, was man dann spart durch diese komplizierten und langwierigen Prozesse, woanders wieder investieren, was für die Nachhaltigkeit auch gut wäre, in bessere Materialien, in Rückbau, fege Materialien und so weiter.
00:30:17: Mhm.
00:30:18: Und sagen Markus, jetzt sind ja, jetzt gab es ja so.
00:30:21: gerade in den Nullerjahren hatte ich das Gefühl, weil das so die Hochzeit, da gab es fand ich dahingehend schon auch so viel Positivismus, dass man gesagt hat, okay, man, es muss halt nachhaltig können, muss halt einfach ein Businessmodell werden.
00:30:34: Auch in vielen Branchen, nicht nur in der Baubranche.
00:30:37: Also auch Elon Musk ist ja eigentlich gestartet mit diesem Gedanken.
00:30:42: Wenn wir jetzt cool Elektroautos machen, dann verdienen wir ganz viel Geld, sind cool und reduzieren CO² und so weiter.
00:30:48: Und auch in der Baubranche ist es ja so, dass ich jetzt schon sagen wollte, heutzutage sind der Gebäudezertifizierung durchaus auch üblich.
00:30:58: Jetzt haben wir aber nach wie vor so ein bisschen das Gefühl, dass der Stein so wirklich so eine Eigendynamik kommt nicht rein, der Stein kommt nicht so wirklich ins Rollen, oder?
00:31:07: haben wir funktioniert, vielleicht diese Idee von Nachhaltigkeit als Businessmodell, so wie wir es bis jetzt gedacht haben, irgendwie nicht?
00:31:14: Also ich glaube, dass wir es noch nicht wirklich geschafft haben, dass dieser Gedanke, der der Nachhaltigkeit zugrunde liegt, also dieses Denken in großen zeitlichen Abständen, ganzheitliche Denkweise, dass man versucht, alle Wechselwirkungen, alle Einflüsse zu berücksichtigen, dass das halt in den Köpfen noch nicht verangert ist ausreichend, was auch vielleicht an der Kommunikation liegt und so weiter.
00:31:43: Und weil das der Fall ist, drehen wir uns eigentlich immer, wie wir es vorhin schon hatten, bei dieser Frage, machen wir jetzt Nachhaltigkeit ja oder nein um Kosten.
00:31:52: Aber diese ganzen Folgeerscheinungen, die es gibt, ja ich sage mal einfach, meinen Komfort später als Nutzer, die ganzen Nutzungskosten, die dann kommen und so.
00:32:04: Meine Gesundheit, meine Fähigkeit irgendwie kreativ zu arbeiten, effizient zu arbeiten beispielsweise, weil ich ein tolles Umfeld habe, wo ich arbeiten kann.
00:32:17: Das geht dort verloren.
00:32:18: Und wenn man das besser noch darstellen könnte und den Menschen auch noch besser erläutern könnte.
00:32:27: und man das auch in Bewertung einfließen lassen würde besser, dann würde vielen Menschen glaube ich bewusst werden, dass so eine nachhaltige Lösung in der Regel die bessere für sie ist, die wirtschaftlichere ist.
00:32:39: Aber wir drehen uns momentan halt leider immer noch über die Kosten und vergessen alles, also die Herstellerkosten und vergessen alles, was da hinten rauskommt.
00:32:48: Man könnte letztendlich alles monetarisieren.
00:32:49: Ich habe es vorhin schon gesagt, es gibt ja diese klassischen Verteilungen, dass man sagt, dass es ungefähr zwanzig Prozent in die Herstellerkosten von so Standard-Gebäuden sind.
00:32:57: Achtzig Prozent sind die ganzen Folgekosten, aber auch nur die gebäudebezogenen.
00:33:01: Es gibt ja noch genügend andere Externe, die man auch noch quasi in Geld umrechnen können.
00:33:05: Dann wäre das Verhältnis nochmal ganz anders.
00:33:07: Und da stellt sich schon die Frage, macht das denen jetzt fünf Euro in Anführungszeichen zu sparen für günstigeres Material, aber sich dann dafür halt später irgendwie gesundere Probleme ins Haus reinzuholen oder halt häufiger austauschen zu müssen und dann höhere Kosten zu verursachen.
00:33:22: Und auch gesellschaftlich gesehen, wenn ich das nochmal mit einwerfen kann, wir reden ja auch über gesellschaftliche Kosten, die entstehen durch unser Handeln.
00:33:30: Ganz spannend ist da die Auswertung vom Umweltbundesamt, dass wir aktuell so pro Jahr knapp drei Hundert Milliarden Euro Umweltfolgekosten in Deutschland haben.
00:33:38: Also Kosten, die entstehen durch unser Handeln, natürlich auch global bedingt alles, aber in Deutschland fallen knapp drei Hundert Milliarden Euro an.
00:33:47: Das ist eine
00:33:48: Zahl, die kann man sich kaum vorstellen.
00:33:50: Aber wir machen uns manchmal über irgendwelche Stromänder Gedanken, aber über diese Themen wird gar nicht so gesprochen.
00:33:56: CO-Zweibepreisungen und so geht in die Richtung, dass man versucht, die Kosten, die entstehen, verursachungsgerecht zuzuordnen.
00:34:04: Was es noch viel zu wenig gibt.
00:34:06: Momentan tragen mir das ja alle selber.
00:34:08: Aber der Bauherd, das spürt das erst mal, gefühlt nicht im Portemonnaie, dass da irgendwie Geld rausgeht für Umweltfolgekosten.
00:34:13: Das ist abstrakt.
00:34:15: Aber das ist am Ende trotzdem über höhere Steuern, über höhere Versicherungsbeiträge usw.
00:34:20: oder über eine Umwelt, die einfach weniger intakt ist, auch dann bezahlt wird.
00:34:26: Das fällt vielen Menschen einfach noch nicht so auf.
00:34:28: Und das ist das Problem, das müssen wir, glaube ich, noch mehr in die Köpfe reinbringen.
00:34:31: Und dann braucht man, glaube ich, auch kein tolles Businessmodell, sage ich mal, sondern dann müsste es eigentlich ein Selbstläufer sein.
00:34:38: Also, vielleicht bin ich zu optimistisch, aber ich glaube, wenn man dann diese ... dieses Wissen hat und auch die innere Überzeugung entwickelt hat.
00:34:44: Das ist auch für einen selber und für die Gesellschaft gut ist, glaube ich, dann geht das von selber.
00:34:49: Aber
00:34:49: steht dieses Denken in langfristigen Zeitspannen und über Jahrzehnte hinweg und hey, wenn wir jetzt so handeln, dann fällt es uns in zwanzig Jahren noch auf die Füße und so weiter, steht das nicht ein Business-Denken, wo man jetzt Geld verdienen will, slash muss, irgendwie dann doch immer entgegen?
00:35:08: Das kann schon sein.
00:35:10: Das ist das Problem.
00:35:11: Wenn es so einfach wäre, was ich gerade gesagt habe, dann glaube ich, ich hätte mir das Problem schon längst gelöst.
00:35:16: Da haben die unterschiedlichen Beteiligten auch unterschiedliche Absichten und Ziele.
00:35:23: Aber das heißt, du würdest dir, wenn du jetzt so ein Appell los schicken könntest, würdest du dir einfach wünschen, dass die Menschen mehr Weitsicht mitbringen, oder?
00:35:31: Genau, dass man sich Gedanken macht über das eigene Handeln, was das für Konsequenzen hat und da eben nicht so, ich sag mal, das, was ihm hier und jetzt gerade passiert vor Augen haben, sondern... über einen längeren Horizont.
00:35:43: Also ich rede ja nicht davon, dass sich jeder, der sich vielleicht ein Haus baut oder so jetzt die nächsten dreihundert Jahre bilanziert oder irgendwas in der Art.
00:35:49: Aber man kann sich ja zumindest über die geplante Nutzungsdauer Gedanken machen, was kommt denn da noch?
00:35:54: Wann ist eine Sanierung notwendig?
00:35:56: Wann muss man irgendeinen Bauteil ausgetauscht werden?
00:35:58: Wie könnten sich Kosten entwickeln?
00:36:00: Es muss jetzt keiner, ich sag mal, so eine komplette Barwertberechnung für Lebenszykluskosten anstellen oder sowas.
00:36:07: Aber man kann sich zumindest auf eine einfache Art und heutzutage gibt es ja auch viel Unterstützung.
00:36:11: KI kann auch jedem, der sich nicht damit auskennt, zumindest schon mal eine Idee geben, die man hoffentlich noch so ein bisschen verifiziert an, ob das auch wirklich Sinn macht.
00:36:19: Aber da kann man sich ja schon mal Gedanken machen, was kommt denn dann noch auf mich zu?
00:36:22: In welcher Relation steht das, was ich heute entscheide zu dem, was dann zukünftig kommt?
00:36:28: sich mehr damit beschäftigen einfach auch wirklich.
00:36:31: Wir reden immer davon, dass wir mündig sind und wollen nicht eingeschränkt werden.
00:36:34: Wir machen uns oftmals einfach auch zu wenig Gedanken und nehmen irgendwas auf, was jemand anderes gesagt hat und überprüfen das aber nicht für uns persönlich.
00:36:42: Wenn wir das machen würden, glaube ich, da würde ganz oft eine andere Entscheidung dann daraus resultieren.
00:36:49: Jetzt sind wir auch schon wieder ein bisschen beim Thema Social Media.
00:36:52: Ja,
00:36:52: stimmt.
00:36:52: Er hätte kein Info also einladen dürfen.
00:36:58: Okay, also ich höre da auch so ein bisschen so Wertewandel irgendwie raus, Markus, sind davon, was unser als Gesellschaft irgendwie wichtig ist.
00:37:08: Wahrscheinlich darf man gerade nicht alles immer nur am Geld und am Cash-Grab berechnen und messen und dann immer nur versuchen, nachhaltig Kaderauf runterzubrechen, sondern es muss schon auch ein gewisser, freiwilliger Motivation, Verantwortung zu übernehmen muss.
00:37:24: Es braucht das ja offensichtlich schon auch, oder?
00:37:27: Ja, ich denke, das braucht beides.
00:37:29: Also wir brauchen einerseits, glaube ich, so einen gewissen Druck.
00:37:33: Weil ohne so einen gewissen Druck zumindest wird man halt schnell etagisch und schiebt Probleme von sich weg.
00:37:42: Das können wir auch alle persönlich.
00:37:44: Wenn der Zahn schmerzt, dann will man vielleicht nicht zum Zahnarzt gehen und denkt sich, das wird schon wieder, aber es wird nicht besser.
00:37:50: Es wird immer schlimmer und irgendwann im schlimmsten Fall wird er halt entfernt und die Wurzelverhandlung steht an.
00:37:54: Und genauso ist das heute ja auch.
00:37:56: Also wir müssen schon ein bisschen hingeschoben werden, dass der Druck einfach nicht so groß wird.
00:37:59: Weil das Problem ist, wenn der Druck immer größer wird, werden die Freiheitsgrade immer geringer.
00:38:06: Und am Ende habe ich gar keinen Freiheitsgrad mehr und die Änderung passiert einfach so.
00:38:10: ohne dass ich doch irgendwas steuern kann oder so.
00:38:12: Dann bin ich auch so ein bisschen, ich sag mal, da habe ich keine eigene Möglichkeit mehr, in die eine Richtung zu gehen oder in die andere, dann werde ich in die Richtung gedrückt, wo ich eben gerade hingedrückt werde.
00:38:22: Deswegen braucht es vorher vielleicht schon einen gewissen Druck, der aber auch nicht zu stark sein darf, weil der ... bei jedem Menschen auch anders wirkt.
00:38:31: Also bei die einen Menschen, die können mit ein bisschen mehr Druck umgehen, bei den anderen erzeugt es gleich den inneren Gegenwehr und so eine ablehnende Haltung.
00:38:38: Das haben wir ja alle mitbekommen in den letzten Jahren auch bei bestimmten Themen wie, wie ist er denn, der Heizhammer zum Beispiel, der ja sozusagen da gekapert worden ist und dann so ein bisschen tazärt dargestellt wurde, um auch eine Gegenwehr zu erzeugen.
00:38:53: Also einerseits Freiheitsgrade, aber auch Druck ein Stück weit, der ist schon notwendig.
00:38:59: Und dieser Druck könnte der oder entsteht der ausreichen genug auch durch die durch die Bundesregierung festgesetzten Klimaziele?
00:39:12: Also ich glaube, dass jetzt zum Beispiel die CO-Zweibesteuerung schon mal ein guter Punkt ist.
00:39:20: dass man hier wirklich versucht, auch im Bereich der Gebäude das aufzuteilen, dann mit den Eigentümer, mit den Nutzern entsprechend und da einen gewissen Druck erzeugt, vielleicht doch eine Sanierung vornehmen zu müssen, wenn mal Kosten hochwerten.
00:39:33: Momentan ist das noch sehr moderat.
00:39:36: Also es fällt auch kaum auf, dass da tatsächlich irgendwie jetzt mehr Kosten entstehen, aber das wird ja... sehr wahrscheinlich steigen auch in den nächsten Jahren.
00:39:44: Man musste halt auch sehr behutsam vorgehen, weil wie gesagt, wenn das zu viel Druck ist von Anfang an, dann gibt es eine ablehnende Haltung und dann gibt es Verwerfungen auch gesellschaftlich und das blockiert dann auch die Prozesse und macht es nicht schneller unbedingt.
00:39:57: Deswegen finde ich schon ganz gut, was zu machen, ob es jetzt noch aus, also es reicht meines Erachtens noch lange nicht aus, es muss gesteigert werden, aber sukzessive, so dass man eben auch diese Zeit hat, die man braucht für eine Veränderung.
00:40:09: Ja, jetzt hast du es schon angesprochen.
00:40:12: Wo stehen wir da gesellschaftlich von der Drucksituation?
00:40:14: Ist es noch nicht genug oder schon genug?
00:40:17: Weil ich habe so ein bisschen das Gefühl, insgeheim haben ja viele Politiker, habe ich das Gefühl ein bisschen, so ist ja schon so klar, okay, dieses zwei-Grad-Ziel, das ist ja irgendwie schon nicht mehr zu schaffen, so.
00:40:31: Also ich habe das Gefühl, da ist eigentlich schon so ein Ehrlitergie da, oder?
00:40:35: Ich hoffe, dass es nicht der Fall ist, weil es macht schon einen Unterschied aus, ob es dann zwei Grad sind oder zwei Komma fünf Grad auf der einen Seite.
00:40:42: Das ist schon wichtig.
00:40:44: Aber wir reden ja nicht nur die ganze Zeit darum, den Klimawandel irgendwie einzudämmen, sondern auch die.
00:40:52: Es hat mal unsere bebaute Umwelt anzupassen auf das, was auf uns zukommt.
00:40:56: Und das Thema darf man ja überhaupt nicht vergessen.
00:40:58: Das wird auch sehr teuer werden, dass wir unsere Städte, unsere Quartiere, die Gebäude, das wird die Resilient hinbekommen für die nächsten hundert Jahre oder so.
00:41:07: Das wird ja auch eine Mammut-Aufgabe werden, das mal anzugehen.
00:41:11: Deswegen hoffe ich, dass da keine Lethargie in irgendeiner Form eintritt, sondern dass man erstens den Druck entsprechend steigert.
00:41:19: Wobei ich Aussage muss, der Druck, der darf nicht das alleinige Mittel sein.
00:41:22: Besser ist immer so eine innere Überzeugung.
00:41:24: Und deswegen ist eigentlich immer auch parallel oder vorgeschaltet, finde ich, dieser Dialog, der ist halt wichtig.
00:41:31: Die Kommunikation, wie man das kommuniziert, dass man das eben offen, nachvollziehbar, bildlich kommuniziert, positiv kommuniziert das Ganze, dass man die Leute auch mitnimmt, dass sie eine innere Überzeugung entwickeln.
00:41:43: Ansonsten bringt der Druck am Ende auch nicht viel.
00:41:45: Das kann unterstützen, aber das kann nicht das alleinige Mittel sein.
00:41:49: Aber heißt du die Klimaziele oder die Erreichung der Klimaziele?
00:41:53: Wann war das Klimaziel?
00:41:54: zwanzig?
00:41:56: Flutzeig.
00:41:56: Flutzeig oder so?
00:41:57: Ja, heißt du das noch für realistisch?
00:41:59: Also nach den aktuellen Prognosen, die ich zumindest jetzt kenne, ich hoffe ich sage jetzt nichts Falsches, hatten wir jetzt ja schon zeitweise eine Überschreitung von den zwei Grad im Jahresmittel, aber noch nicht diese langfristigen Tendenz.
00:42:14: Man rechnet ja auch oftmals noch mit so einem Rest-CO-Zwei-Budget, was es noch gibt, bis dann sozusagen die CO-Zwei-Konzentration in der Atmosphäre so hoch wäre, dass man eben die Temperatur automatisch erreichen würde.
00:42:27: Und von meiner Lein-Einschätzung, sage ich mal, gehe ich davon aus, dass wir das reisen werden.
00:42:34: Aber es ist trotzdem gut, das einzudämmen und nicht zu sagen, okay, jetzt haben wir die zwei Grad gerissen, jetzt ist auch egal, ob es drei, vier oder fünf Grad mehr sind, weil das schon extrem große Effekte auch hat.
00:42:47: Sternreport zum Beispiel, der ist ja, glaube ich, ein vielen Begriff, wo man das auch mal ökonomisch ausgerechnet hat, was das eigentlich auch für Einflüsse hat auf unser Proto.
00:42:57: Sozialprodukt oder Inlandsprodukt von den Ländern, man sagt ja bis zu zwanzig Prozent, fallen dann weg für solche Klimawandel, Anpassungsmaßnahmen und so weiter.
00:43:05: Also auch ein ökonomischer Gesichtspunkt, da einfach weiterzumachen und das einzudämmen und gleichzeitig uns halt auch baulich darauf einzustellen auf das, was dort kommt.
00:43:12: Aber jetzt nicht nur rein klimatisch, sondern auch insgesamt beispielsweise für unsere vielen Veränderungen, die in den nächsten fünfzighundert Jahren eintreten werden, weil wir bauen ja nicht nur für jetzt, auch wenn es manchmal sich so anfühlt, dass wir für jetzt und die nächsten zwei, drei Jahre.
00:43:26: Planen bauen, sondern für die nächsten hundert Jahre oder hundertfünfzig Jahre.
00:43:31: und da haben wir sehr wahrscheinlich ganz andere.
00:43:33: Arbeitsform und Lebensweisen und Mobilität wird sich komplett verändern.
00:43:37: Da steckt mehr gerade alle mittendrin.
00:43:38: Wir haben ja mitbekommen, wie das in Covid sich schon viel verändert hat, auch mit den Arbeitsweisen.
00:43:44: Das ist ja komplett anders geworden.
00:43:46: Und da fehlt mir auch so ein kleines Stück weit die Diskussion in der Gesellschaft, dass man sich darüber wirklich Gedanken macht.
00:43:53: Und dann unsere Umwelt, unsere Gebäude, so als unterste Ebene, wo wir uns zu der Zeit aufhalten, dass wir die entsprechend zukunftsfähig auch machen.
00:44:06: Und vielleicht noch ein kleiner Einschub für alle diejenigen, die jetzt so denken, ja,
00:44:09: zwei
00:44:09: Grad, was sind denn schon zwei Grad?
00:44:11: Ich hab da immer den Professor Schellenhuber im Ohr, der gesagt hat, wenn wir zwei Grad mehr Körpertemperatur haben, dann liegen wir schon mit vierzig Fieber quasi im Bett und uns geht's richtig schlecht.
00:44:23: Deswegen zwei Grad sind einfach verdammt viel und machen einen wahnsinnigen Unterschied, ob's drei, vier oder fünf Grad sogar werden.
00:44:29: Genau,
00:44:30: das
00:44:30: stimmt.
00:44:31: Und bevor wir jetzt ... Vielleicht dann auch in abbiegenwollenden Richtungen, Auswegelösungen, was macht Hoffnung und so weiter.
00:44:39: Jetzt postest du ja Markus schon auch öfter mal politisch, positionierst dich so gegen extremes Wählen, extremes Rechtes Wählen.
00:44:47: Gibt so irgendwas, was dich gerade um jetzt hier nochmal so die emotionalen Schlusspunkte setzen, was macht dich gerade besonders wütend irgendwie?
00:44:55: Oder wo hast du gerade das Gefühl, unsere Gesellschaft regt mich einfach auf, ich kann das nicht mehr ertragen?
00:45:03: Also vorab, also ich finde extremes Wählen und Handeln in alle Richtungen total verwerflich.
00:45:11: Das muss nicht mal extrem rechtes Wählen sein, das will ich mal vorab einfach sagen.
00:45:16: Und auch, dass ich jetzt nicht unbedingt ein Mensch bin, auch wenn man das manchmal vielleicht meint, wenn man so einen Beitrag z.B.
00:45:22: liest, der jeden Tag total verärgert durch die Gegend läuft und sich über alles einfach krämt und so.
00:45:28: Das ist nicht der Fall, aber ich kann... Ich muss
00:45:30: dir sagen, ich fand es tatsächlich cool, ich weiß gar nicht, ob es ein Posting war oder ein Kommentar, aber ich fand die Formulierung irgendwie schön, dass du, wie gesagt, ja, ich hatte jetzt... mal irgendwie, waren wir jetzt mal ein bisschen nicht aufliegt in oder haben mich hier so ein bisschen so Privatpause gemacht, bin jetzt wieder da und ich sehe überall nach wie vor nur spalterische Besserwisserei.
00:45:52: Und die Kommunierung muss ich sagen, fand ich irgendwie schön.
00:45:54: Ja, bedanke dich ja.
00:45:55: Besserwisserei.
00:45:56: Also manchmal denkt man sich, was ist eigentlich passiert in letzter Zeit?
00:45:59: Also irgendwie nicht nur auf Social Media, sondern auch manchmal die Diskussion über Nachhaltigkeit, wo ich mir denke, die haben wir doch schon vor zehn, zwanzig Jahren geführt.
00:46:08: Ich habe, wie gesagt, vor ungefähr ein Weihnachtsgewesen, und es ist mittlerweile auch schon vierzehn Jahre her, mich mit der Nachhaltigkeit zum ersten Mal beschäftigt.
00:46:18: und die Fragestellung und die Herausforderung, die man damals adressiert hat, wo man gesagt hat, da werden wir jetzt eine Lösung finden und so weiter.
00:46:26: Das sind oftmals immer noch die Themen, wo wir uns drum kreisen und wir wissen es eigentlich schon.
00:46:33: Ich bin wie gesagt nicht mehr ich ärger mich nicht den ganzen tag aber ich kann mich schon mal irgendwie auch aufregen über Dinge und das eine ist genau das was ich gerade eigentlich sagen wollte.
00:46:42: Wir wissen eigentlich alles also wir haben die mittel und möglichkeiten die meisten dinge zu lösen.
00:46:48: also wir haben tolle.
00:46:51: Baustoffe auf Basis von nachwachsenden Rohstoffen, die wir super gut einsetzen können, die wir im Griff haben.
00:46:56: Wir haben auch tolle, andere etablierte Baustoffe.
00:46:58: Wir haben tolle TGA entwickelt, die sehr effizient ist, die Umweltenergien nutzt und so weiter.
00:47:05: Aber wir handeln halt oftmals überhaupt nicht so und substituieren andere Materialien, andere Technologien, wo das aus der Nachhaltigkeitsperspektive sinnvoll wäre, sondern Wir, keine Ahnung, diffamieren teilweise auch tolle Produkte, tolle Technologien, wenn ich jetzt an die Wärmepumpe beispielsweise denke, wo ich mir sage, also wie kann man denn ein Produkt, was so effizient arbeitet, so schlecht machen?
00:47:34: Was ist denn da der Grund?
00:47:36: Also wer steckt denn da dahinter?
00:47:38: Wir haben dort Wirkungsgrade von... Also COP, sagen wir mal, ca.
00:47:42: vierhundert Prozent Wirkungsgrad, wenn man das vergleichen mit einer Terme, die halt irgendwo nie als mehr als hundert Prozent Effizienz haben kann, also hundert Prozent ist schon sehr optimistisch jetzt, aber also das sind ganz andere Unterschiede.
00:47:53: Und warum kommt es jetzt so weit, dass wir so tolle Dinge, die wir haben, einfach nicht in die Anwendung so flächendeckend bringen?
00:47:59: Und das ist eigentlich, glaube ich, auch schon der zweite Punkt.
00:48:04: der mich da ärgert, dass das auch oftmals solche Themen sind, bauliche auch, technische Punkte auch, die komischerweise von irgendwelchen Stimmen, die eher populistisch sind, aufgegriffen werden, kapert werden und so verzerrt werden und dann den Fortschritt eigentlich behindern.
00:48:18: Also wir könnten schon viel weiter sein, wenn wir uns nicht tausendmal Gedanken gemacht hätten über solche heizhaber Geschichten oder ähnliches.
00:48:26: Und könnten eigentlich uns freuen, dass es solche tollen Möglichkeiten gibt, heutzutage.
00:48:31: Und die auch einfach in die Fläche bringen.
00:48:33: Und machen es aber trotzdem nicht.
00:48:35: Und das ärgert mich schon, das merkt schon, dass ich gerade hier ein bisschen Blutdruck bekommen.
00:48:39: Also ich würde jetzt nicht sagen, wir fahren jetzt voll gegen die Wand deswegen, aber ich bin nicht so ein Schwarzmaler.
00:48:44: Aber ich denke schon, dass wir da irgendwie auch in so eine Art Falle rein laufen gerade, weil wir eben die notwendigen Veränderungen ein Stück weit wegschieben und immer weiter nach hinten schieben und wie mit dem Zahn das Ganze eben dann später mit Ansage und Schwung dann auch kommt.
00:49:02: Also das ärgert mich schon.
00:49:05: Aber ansonsten bin ich eher ein positiver Mensch, würde ich sagen.
00:49:11: Aber denkst du, als jetzt gerade ... zum Beispiel Thema Wärmepumpe.
00:49:16: Ein gutes Produkt wird aber jetzt auch von der Presse und so muss man sagen, also wenn man jetzt natürlich die gewissen Zeitungen, die ja hier auch weit verbreitet sind, deutschlandweit konsumiert, dann liest man da ja, jetzt werden wir alle gezwungen, unsere Heizungen umzurüsten und alle müssen jetzt den Wärmepumpe einbauen.
00:49:36: Die kostet dreißigtausend Euro.
00:49:38: und also woher glaubst du, kommt das, dass man so gute Produkte in der Presse und damit die auch in der Öffentlichkeit häufig so negativ vermarktet bekommt.
00:49:50: Also ist da einfach der Wunsch zu klein, unsere Klimaziele und auch die Bauwende zu erreichen?
00:49:56: Oder ist es nicht Wissen, sind die Leute einfach nicht richtig geschult und haben Angst, dass sie irgendwie bevorteilt werden oder?
00:50:07: Das wird wahrscheinlich auch wieder eine Mischung sein aus verschiedenen Ursachen.
00:50:11: Also klar, einmal gibt es bei jedem Menschen immer so die Angst vor der Veränderung.
00:50:15: Das hat jeder in sich drinne.
00:50:17: Bei dem einen ist es stärker ausgeprägt, bei dem anderen ist es ein bisschen schwächer ausgeprägt.
00:50:22: Wir haben diese Fehlanreize oder fehlenden Anreize.
00:50:25: Wir haben ja vorhin nur über ein paar gesprochen.
00:50:27: Es gibt ja noch viel mehr.
00:50:28: Wir könnten ja auch noch über Vergabeverfahren reden und so weiter.
00:50:31: Ich habe da mal ein Forschungsvorhaben gehabt vor... Neuen Jahren mittlerweile, wo ich mal so einen Leitfahrten entwickelt habe für nachhaltige Vergabeverfahren für die öffentliche Hand.
00:50:39: Super toll, hatten alle gut.
00:50:41: Am Ende ist es in der Schublade verschwunden und es wird immer nach dem billigsten Preis das ganze ausgesucht, obwohl es Möglichkeiten geben würde.
00:50:47: Also wie gesagt, es fehlen Anreize manchmal auch systemisch.
00:50:52: Die grundsätzliche Angst vor Veränderungen spielt eine Rolle und dann gibt es viele andere.
00:50:58: Ursachen, die da, glaube ich, reinspielen.
00:51:00: Also wir hatten das Thema Fluch und Segen Social Media.
00:51:03: Wenn man natürlich davon lebt, spalterisch zu sein, dann muss man eine schwarz- oder weiß-Meinung vertreten und kann damit hohe Reichweiten erzielen und für sich irgendwelche Vorteile erzielen.
00:51:14: Das ist, glaube ich, noch ein Problem, das ist, was auch zur Verunsicherung dann halt noch mehr führt.
00:51:20: Lobbyismus spielt bestimmt auch eine Rolle.
00:51:21: Wir haben halt bestimmte Branchen, die einfach etabliert sind und die auch ihren Platz nicht so einfach räumen oder verändern wollen, sag ich mal.
00:51:32: Also da spielt vieles einfach rein.
00:51:34: Und insbesondere, wenn wir mir die Angst nehmen könnten ein Stück weit, indem man da halt besser aufklärt und auch nicht seit die Kommunikation da ein bisschen positiver gestaltet und bildlicher und ganzheitlicher, dann könne man die Angst zumindest mal ein Stück weit nehmen.
00:51:48: nicht von jedem.
00:51:50: Es wird immer einen gewissen Anteil geben, der trotzdem Angst hat oder eine ablehnende Haltung hat, wie in der Bauphysik zum Beispiel.
00:51:57: Da redet man ja auch bei so Komfortthemen immer von diesem Prozentsatz an Unzufriedenen.
00:52:01: Und das kann man nicht unter fünf Prozent drücken, egal wie gut die operative Temperatur im Raum eingestellt ist.
00:52:07: Dann gibt es den einen, den ist es zu warm, dem anderen ist es zu kalt.
00:52:10: Man kann aber die Freiheitsgrade erhöhen.
00:52:13: Und dann sinkt dieser Anteil, je nach Abweichung von den Temperaturen in der Bauphysik.
00:52:17: Und ich denke, das ist auch so bei der Angst.
00:52:20: Wir brauchen da halt, wie gesagt, eine bessere Aufklärung noch und dieses Denken eben in Lebenszyklen, in einer ganzheitlichen Betrachtung.
00:52:30: Wenn man das besser darstellen kann, glaube ich, dass man bei vielen die Angst nähen kann, dass dann auch solche Kampagnen, die es oft gibt, dass die nicht mehr so fruchten.
00:52:38: Kannst du da vielleicht einen ganz kleinen Exkurs mit uns mal machen, was gäbe ist denn für Alternativen zu den üblichen Ausschreibungsvergabeverfahren?
00:52:46: Ich glaube, das ist schon noch ein wichtiger Hebel oder ein spannendes Thema.
00:52:49: Ja, also bei VUB-Vergaben, also wenn der öffentliche Bau her vergibt, da steht ja ganz klar in der VUB drinnen und auch in den europäischen Vergaberichtlinien, das ist der wirtschaftlichste Reises, der den Zuschlag erhalten soll.
00:53:01: Und es ist auch noch definiert, dass dann halt soziale Aspekte und so weiter dort mit rein spielen können.
00:53:06: Und ich habe mir damals in dem Vorhaben, was lief über das BBR bzw.
00:53:11: BBSR in Berlin, so einen Leitfaden entwickelt.
00:53:14: Da waren eben auch, ich sag mal, je nachdem, ob man das vergeben hat, an ein Einzelgewerk, wo das Einzelgewerk nicht so viele Möglichkeiten hat, noch irgendwas zu beeinflussen.
00:53:25: Oder ich vergeb es an einen sogenannten Kommulativleistungsträger, an einen GU sozusagen.
00:53:31: Der hat natürlich viel mehr Möglichkeiten, wenn er mit der Ausführungsplanung auch noch beauftragt wird.
00:53:35: Kann man trotzdem... bestimmte Qualitäten beeinflussen.
00:53:40: Also man kann zum Beispiel unter Baustellenprozesse entsprechend auch bilanzieren und das mit quasi schon mal angeben, was für eine Fahrzeugflotte, was für Entfernung und so weiter sind halt notwendig für die Transporte.
00:53:54: Was habe ich für ein Konzept für den Abfall auf der Baustelle, für Sedimentationsprozesse auf der Baustelle und so weiter?
00:54:00: Wie gehe ich mit Emissionen um mit Lärm und Staub und so weiter und so fort?
00:54:04: Was habe ich noch für Stellschrauben am Ende auch in meinem, mit meinen Möglichkeiten beispielsweise Ökobilanzen oder Lebenszykluskosten zu verringern?
00:54:13: Also da, ich habe damals versucht in dem Vorhaben, das nicht zu sehr aufzublänen, dass man jetzt als Unternehmen nicht direkt sieht, oh, da muss ich so viel Angaben machen und das schreckt mich total ab.
00:54:23: Da mache ich gar kein Angebot und da haben wir gar keine Bieter mehr, sondern auf einer sehr, ich sag mal auf einer niedrigen Stufe, mehr qualitativ das Ganze auch.
00:54:31: gibt es ja auch für Vergabeverfahren, gibt es solche Leitfäden auch für die Nachhaltige, also für Architektenleistung beispielsweise, gibt es das ja auch, diese Snap heißt das, glaube ich, vom Bund und dort auch auf einem entsprechenden Level qualitativ in der Regel weniger über Berechnungen, Angaben, die dann trotzdem die Bilanzen, Ökobilanzen beispielsweise entsprechend verbessern würden.
00:54:57: Also, das waren soziale, ökologische und ökonomische Kriterien, die den Lebenszyklus adressiert haben.
00:55:04: Und das war ein Forschungsvorhaben, oder?
00:55:06: Genau, das war ein Forschungsvorhaben, im Jahr zwei Tausendsechzehn, glaube ich, zwei Tausendsebzehn oder
00:55:10: so.
00:55:10: Ja.
00:55:11: Oder auf jeden Fall in dem Zeitraum.
00:55:13: Ich weiß es nicht mehr ganz genau.
00:55:14: Und ja, das hat allen gut gefallen.
00:55:17: Und dann passierte aber nicht.
00:55:18: Ja,
00:55:19: ja, und ich krieg's ja mit.
00:55:20: Ich bin bei uns in meinem Heimatort in Thüringen im Bauausschuss von unserem ... von unserem Kreistag und vom Landkreis in den Baustchuss.
00:55:31: Und ich kriege das halt mit, wenn dort Angebote dann präsentiert werden und man dann sagen muss, der oder der bekommt den Zuschlag.
00:55:37: Da geht es halt darum, wer ist diese fünf Euro billiger.
00:55:40: Und man schaut halt nicht, was für beispielsweise Produkte wird der dann höchstwahrscheinlich verwenden, weil die Wahl gibt es ja dann schon noch.
00:55:49: weil die entsprechend Eigenschaften ausgeschrieben sind, aber nicht das spezielle Produkt.
00:55:53: Und wenn man dort zum Beispiel sagen würde, was auch auf der eine, der bietet Produkte an, die werden am Ende eine deutlich bessere Innenraum-Luftqualität gewährleisten, weil es halt bestimmte Schadstoffkonzentrationen nicht gibt in diesen Produkten, dann ist das doch toll.
00:56:06: Dann sollte man doch das auch wählen, auch wenn es fünf Euro.
00:56:09: Anführungszeichen mehr kostet.
00:56:11: Aber diese Fragen stellt man sich auch nicht.
00:56:14: Beispielsweise die Produkte, die wir verwenden oder die Konstruktion, wie kann man die trennen später, wie hoch ist der Aufwand, dass mal später wieder einen Kreislauf zu überführen, dass es nicht abfall wird, sondern dass es wieder ein Nährstoff ist für das nächste Gebäude.
00:56:28: Die Gedanken macht man sich da überhaupt nicht.
00:56:30: Und das ärgert mich halt mehrfach.
00:56:32: Einerseits, weil es mich grundsätzlich ärgert, dass man nicht darauf schaut und andererseits, weil ich weiß, dass es die Mittel gibt.
00:56:39: Also es gibt diese Ansätze, wir haben die Gedanken uns alle schon gemacht.
00:56:43: Aber es ist kein Wissensproblem, will ich damit sagen.
00:56:49: Okay, super.
00:56:50: Ich würde sagen, Markus, dann biegen wir jetzt ein bisschen ab natürlich, weil wir wollen natürlich uns zu bewegen auf einen mutmachenden, inspirierenden Teil.
00:57:00: Was
00:57:01: stimmt dich denn positiv?
00:57:02: Oder was heitert dich denn auf, wenn du ... Deine Rage Batigan Beiträge postet hast und dann ist dein Tag im Eimer, was stimmt dich denn dann wieder positiv?
00:57:14: Oder womit, was ist so das Gegendgewicht?
00:57:16: oder wo haben wir so dieser anderen Trends?
00:57:20: Also ich habe, ich habe glaube ich so drei hauptsächliche Hoffnungsquellen, auf die ich mich immer berufe, neben den Familiending natürlich, aber ich hab mal... drei fachliche Hoffnungskwellen, die ich dann immer anzapfen muss, wenn ich dann doch zu...
00:57:41: Zu tief in der Spirale drin wirst.
00:57:43: Genau, um mich dann wieder selbst rausziehen muss.
00:57:45: Das eine ist halt, dass ich schon merke, dass dieses Verständnis für die Nachhaltigkeit, für Lebenszyklen, das wird immer größer.
00:57:55: Das kommt vielleicht nicht so schnell, wie ich mal früher gedacht habe.
00:57:58: Ich kann mich daran erinnern, wie gesagt, im Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr-
00:58:24: und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr-.
00:58:25: Ich finde auch die Wahrnehmung von Fridays for Future hat fast eine Hundert- und Achtigrat-Wendung
00:58:31: gemacht.
00:58:31: Ja, das stimmt.
00:58:32: Diese Stagnationen, diese Umkehr, die ist dann auf jeden Fall da gewesen.
00:58:36: Jetzt habe ich natürlich das große Glück, dass ich an der dualen Hochschule bin.
00:58:40: Und wir haben da ja sehr viele duale Partnerunternehmen.
00:58:45: Ich glaube, die HBW gesamt hat so knapp neuntausend Partnerunternehmen aus der Wirtschaft und teilweise auch von den öffentlichen Verwaltungen.
00:58:53: Und wir kriegen von denen ja auch die Themen gespiegelt, beispielsweise über die Auswahl der Themen für die wissenschaftlichen Arbeiten, für die Bachelorarbeiten und so.
00:59:00: Und wenn ich da sehe, dass der Anteil der Arbeiten, die aus Unternehmen kommen, dass der Anteil der Themen, die sich um die Nachhaltigkeit... die kümmern, dass das immer mehr ansteigt, immer mehr.
00:59:14: Und das nicht nur ein kurzrissiger Trend ist, sondern es gab so Trends.
00:59:17: Die kamen und sind relativ schnell wieder auf ein normales Niveau zurückgegangen.
00:59:21: Aber die Nachhaltigkeit ist gekommen und bleibt da auch.
00:59:24: Und das wird immer mehr.
00:59:25: Und ich habe das mal vor ein, zwei Jahren ausgewertet.
00:59:28: Da waren so knapp ein Drittel der Bachelorarbeiten, die wir hatten, irgendwo mit einem relativ starken Nachhaltigkeitsbezug.
00:59:35: Und das kommt ja von den Unternehmen.
00:59:37: Und die machen das ja nicht einfach, weil sie lange Weile haben, sondern weil sie merken, die müssen da was machen.
00:59:42: Und das stimmt mir schon positiv, dass da einfach das Verständnis immer mehr und die Notwendigkeit immer mehr auch wächst.
00:59:47: Und das ist schon für mich total auch, damit ein Gefühl, mich da rausziehen zu können.
00:59:53: Und siehst du da auch irgendwie, ich meine, du bist ja ganz nah dran auch an den Studenten oder an den Studierenden, welche Perspektiven bringen denn diese jungen Menschen mit?
01:00:05: Haben die das vielleicht auch noch mal anders im Fokus als jetzt?
01:00:07: vielleicht unsere Generation?
01:00:10: Also, eine kleine junge Generation ist immer ein Stück weit anders als die vorherige Generation.
01:00:14: Und das ist ja auch ganz normal und richtig so, dass man als nachkommende Generation erst mal alles hinterfragt.
01:00:22: Warum muss ich das jetzt so machen?
01:00:23: Ist das denn richtig?
01:00:24: Macht das denn Sinn?
01:00:25: Und so weiter.
01:00:26: Und das nervt, ich sag mal, uns dann als etwas ältere Generation, auch wenn wir noch gar nicht so alt aussehen.
01:00:32: natürlich, das nervt uns dann manchmal vielleicht ein Stück weit.
01:00:34: Dann sagen wir, man muss mal alles anzweifeln.
01:00:37: Kannst du es nicht einfach mal machen?
01:00:39: und unterstellen vielleicht auch irgendwie so ein bisschen Trägheit und Faulheit.
01:00:42: Aber das ist total notwendig.
01:00:45: Weil ohne dieses Hinterfragen, auch wenn es manchmal nervig ist, gibt es ja keinen Fortschritt.
01:00:49: Das reflektiert man auch nicht und so weiter.
01:00:51: Und das machen die automatisch.
01:00:52: Das macht jede junge Generation so.
01:00:54: Und einerseits das, aber auch das ganze, ich sag mal, systemische Denken.
01:00:58: Das ist bei den jüngeren Leuten anders ausgeprägt als noch bei mir.
01:01:02: Und mein Studium ist jetzt auch nicht so lange, aus meiner Perspektive gar nicht so lange her.
01:01:07: Ein Stück weit schon.
01:01:08: Die Studies schauen mich dann schon immer an.
01:01:09: Und wenn ich irgendwie erzähle, keine Ahnung, irgendeine Anekdote von den Simpsons, dann fragen die mich, wer das ist.
01:01:15: Sollte ich gerade sagen, das denkst
01:01:17: du vielleicht mal.
01:01:18: Ja, ja, aber das ist nicht so weit weg.
01:01:19: Aber ich habe im Jahr zwei tausend fünf angefangen zu studieren in München.
01:01:23: Ich auch, ich hab das auch schon seit fünf Jahren.
01:01:24: Okay, das ist interessant.
01:01:26: Und da haben wir uns, wie gesagt, mehr Gedanken gemacht, um das Einzelobjekt, das isoliert irgendwo ist und haben uns da eigentlich keine Gedanken gemacht, wie das als System funktioniert, wie das mit anderen Gebäuden zusammenwirken muss, vernetzt sein muss und so weiter.
01:01:40: Und diese Denkweise, die ist viel ausgeprägte heutzutage.
01:01:43: Und dazu kommt natürlich auch die Affinität zur, ich sag mal, Digitalisierung, Software, KI und so weiter.
01:01:50: Das gab es natürlich damals nicht, da war die Entwicklung noch nicht so weit fortgeschritten und damit Wir hatten die groß, die gehen damit total natürlich um.
01:01:58: Hast du eigentlich das Gefühl, junge Menschen haben eine höhere Social Media Kompetenz oder gerade nicht?
01:02:04: Da gibt es auch wieder solche Fälle und solche Fälle.
01:02:08: Also, ich glaube, wir hatten damals gar keine Kompetenz.
01:02:11: Ich weiß noch, ich war einmal auf seiner Plattform gewesen als junger Mensch und zwar auf StudiVZ.
01:02:17: Tatsächlich aber auch nur für vielleicht zwei, drei Wochen.
01:02:21: Warst du da auch Davina StudiVZ?
01:02:23: Ja, aber es war bei mir nicht mehr so.
01:02:26: Bei mir ging es dann schon los mit Facebook.
01:02:29: Ja,
01:02:30: das gab es dann glaube ich auch, aber ich habe dann bei StudiVZ relativ schnell den Exit genommen als diese ganzen... Gruppennamen.
01:02:37: Das war ja ein riesiges Ding damals.
01:02:39: Für so ein
01:02:40: Brofiler dann ein perfektes, gefundenes Fressen.
01:02:43: Und dann habe ich mich relativ abgemeldet.
01:02:44: Also ich hatte keine Kompetenz, was das angeht.
01:02:47: Ich glaube so ganz pauschal, dass die meisten jüngeren Leuten da schon eine etwas höhere Kompetenz haben.
01:02:53: Aber die Ausschläge gehen halt mehr in die Einrichtung oder auch in die Anzerrichtung.
01:02:58: Also es gibt Fälle, die machen das richtig gut.
01:03:00: Und Anträder fragt man sich also, warum präsentierst du dich so?
01:03:05: Was bringt das?
01:03:06: Also es gibt da auch wieder alle Extreme natürlich.
01:03:08: Ja voll.
01:03:09: Weil ich merke das manchmal so in meinem privaten Umfeld-Familie.
01:03:12: Kein Satü gerne.
01:03:13: Nicht sagen wer, aber ich merke so, dass in der Familie so ältere Familienmitglieder schon auch, finde ich, also eine mangelnde Kompetenz an der Bereich haben, die schon auch krass ist.
01:03:24: Also die mir auch Fotos schenken, die so, also die dann nicht auf die Idee kommen, dass dieses Foto halt gefotoshompt oder KI genannt ist, wenn die dann das dann wirklich glauben, nur weil das ein Bild ist.
01:03:37: Also das gibt es schon, dass Menschen da sich gar nicht mit beschäftigen.
01:03:40: Okay, aber wir waren jetzt erst bei einem Punkt eins, der den Mut macht.
01:03:45: Ja, ich glaube, die zweiten Punkt habe ich gerade schon verweck gegriffen.
01:03:47: Das sind halt die, muss ich ganz ehrlich sagen, das sind immer die jungen Leute an der Hochschule.
01:03:51: Das ist für mich schon immer ein Hoffnungsschimmer.
01:03:53: Also, wenn ich dann auch wirklich mal wieder in so einem Loch drinne bin und dann zurückkommen und klar, da ist auch nicht alles immer frile Freude, Eierkuchen und so weiter.
01:04:01: Aber wenn ich dann halt die Motivation sehe, die auf jeden Fall da ist, auch die Motivation, was verändern zu wollen, und dann ist für mich die Motivation natürlich auch da, viel mitzugeben.
01:04:13: was dann auch wieder in die Breite geht und über einen etwas längeren Prozess dann eben auch die Branche entsprechend verändert.
01:04:20: Und das motiviert mich total.
01:04:21: Das ist auch ein Hoffnungsschimmer.
01:04:22: Ich habe jetzt noch niemanden erlebt, der irgendwie total ablehnend gewesen ist gegenüber von innovativen Dingen und so weiter und den ganzen Technologien, die es gerade gibt, sondern die sind alle sehr aufgeschlossen.
01:04:31: Das ist schon für mich auch ein ganz großer Hoffnungsschimmer zusammen mit dem Punkt der Technologie.
01:04:38: Also ich bin jetzt nicht so Technologie.
01:04:41: besessen irgendwie oder sagt, dass uns das alles retten wird.
01:04:44: Aber wenn ich mal überlege, wie ich zum Beispiel meine erste Ökobilanz erstellt habe, mit Excel-Tools über keine Ahnung, wie viel Tabellenblätter und hunderte Zeilen und Verknüpfung mit der Ökobaudat usw.
01:04:59: Das ist so aufwendig gewesen und so zeitaufwendig einfach gewesen und so fehleranfällig.
01:05:05: Das heißt, wir wussten die Methodik, wie das funktioniert.
01:05:09: Aber die Umsetzung, die war völlig limitiert, weil wir einfach nicht die Befähigung hatten, das so in der Geschwindigkeit und Genauigkeit zu machen.
01:05:16: Und wenn ich mir anschaue, wie man das heutzutage mit der Entwicklung machen kann, mit entsprechenden Programmen oder auch mit KI-Unterstützung zukünftig, das hilft uns schon, wenn wir es vernünftig einsetzen.
01:05:28: diese Potenziale auch abzuschöpfen, die es schon länger gibt und dann vielleicht doch ein bisschen besser in die Umsetzung zu kommen und nicht nur darüber zu reden die ganze Zeit.
01:05:36: Also ich sehe das sehr positiv, dass wir uns da auch so schnell weiterentwickeln.
01:05:39: Wenn wir sehen, wie sich KI entwickelt hat in den letzten zwei, eins, zwei Jahren, das ist schon verrückt.
01:05:45: Das müssen wir halt nur zusehen, dass wir den Menschen und ich mir auch selber natürlich, ich bin da auch nicht vor Fehlern gefeit, dass wir uns klarmachen, wie wir das verwenden.
01:05:55: Aber da gibt es ja Möglichkeiten, das auch gut zu machen.
01:05:59: Ich finde es auch irgendwie ungewöhnlich, aber auch schön, dass du am Anfang des Gesprächs mal gesagt hast, dass du siehst dich heute gar nicht mehr so als Bauingenieur oder als Techniker, sondern eher so als Begleiter von jungen Menschen auf ihrem Weg dahin irgendwie.
01:06:13: Also
01:06:13: ich bin definitiv kein Fachplaner, das muss ich auch sagen.
01:06:16: Also wenn ich zu meinem Vater ins Büro gehe, mir die staatlichen anschauen.
01:06:20: dann fällt es mir schwer, mich da auch irgendwie reinzudenken.
01:06:24: Also, ich bin ja ein typischer Generalist, muss man sagen.
01:06:26: Also, ich muss viele, viele Module auch lesen bei uns an der Hochschule und die Spanne ist ja recht groß.
01:06:33: Das heißt, es ist ja breit aufgestellt sein und in einigen Bereichen kennt er mich halt besser aus, einander nicht so gut.
01:06:40: Aber das ist ja letztendlich nur das Vehikel, um das den Studierenden halt mitzugeben.
01:06:45: Das ist schon so meine Hauptaufgabe, weniger halt die Fachplaner Seite.
01:06:48: Das ist nicht meine Aufgabe.
01:06:50: Okay.
01:06:52: Und wir haben vorhin so über Strukturen und Anreize gesprochen.
01:06:55: Wie schätzt du diese ganzen Sondervormögen, Sonderschulden, wie auch immer?
01:07:00: Also der Bundesregierung, die ja auch verwendet werden sollen, zu großen Teilen auf strukturbildende Maßnahmen, wie schätzt du das so ein?
01:07:11: Also ich denke, dass das, was auf der Gebäudeebene gilt, die haben wir vorhin darüber gesprochen, dass beispielsweise in der Nutzungsphase sehr hohe, also die Performance sich eigentlich entscheidet, dass da die Kosten entstehen, dass da die großen Emissionen entstehen in der Nutzungsphase und dass wir auf der Gebäude eben beispielsweise ein Problem haben, dass wir viel zu wenig sanieren.
01:07:35: Die Sanierungsquoten viel zu gering sind, gibt zwar diese Gebäuderechtdienen von der EU, die entsprechend umgesetzt werden, um das ein bisschen zu beschleunigen und so, aber wir wissen ganz genau, wir müssen Anreize schaffen.
01:07:46: um dort auf der Gebäudebene auch Gebäude zukunftsfit zu machen, indem wir sie entsprechend auch sanieren.
01:07:54: Und das geht nur mit Investitionen, ohne Investition.
01:07:57: Das kostet mich im Hier und Jetzt halt was, um mir in der Zukunft Kosten zu reduzieren.
01:08:03: Das gilt auf der Gebäudebene genauso wie auch in der staatlichen gesellschaftlichen Ebene, sag ich mal.
01:08:09: Deswegen finde ich gut, dass es das gibt.
01:08:11: Ich sehe das nicht als reine Kosten, als Kosten an, sondern tatsächlich auch als Investitionen, was es halt auch ist, um zukünftige Kosten zu reduzieren.
01:08:20: Deswegen finde ich es total wichtig, dass es sowas gibt.
01:08:23: Der entscheidende Punkt ist aber, dass man dieses Geld, was dann dort frei wird, dieses Sondervermögen, dass man das eben auch gezielt und sinnvoll zukunftsgerichtet.
01:08:35: einsetzt, also in die Entwicklung der Infrastruktur reinsteckt, in eine entsprechende Wärmewände, die wir brauchen, auch in resilientere Stadtstrukturen und so weiter, dass wir uns Gedanken machen.
01:08:46: Also gibt es ja diese ganzen Schwammstadtansätze und so weiter, um halt solche Veränderungen des Klimas auch zu fangen später mal.
01:08:54: Also das muss in solche zukunftsgerichteten Felder reinfließen und darf jetzt nicht dafür genutzt werden, Zweckentfremde sozusagen, vielleicht irgendwelche Haushaltslöcher zu stopfen oder irgendwelche Geschenke zu verteilen an die eine oder andere Interessengruppe und so weiter.
01:09:10: Das darf nicht passieren.
01:09:11: Dann ist das quasi völlig zweckentfremdet, sondern das muss so eine Art Transformationsmotor sein.
01:09:19: Aber das geht nur, indem man das auch in die Zukunftsfelder steckt, das Ganze.
01:09:23: Also ich finde es positiv, dass es das gibt.
01:09:25: Das ist echt eine riesen Hausnummer.
01:09:27: Und das kann total viel bringen auch für die Zukunft.
01:09:31: Aber es kann halt auch verpuffen, wenn man es nicht zielgerichtet einsetzt.
01:09:37: Danke, Markus.
01:09:39: Ich finde, du bist auf jeden Fall so eine mitreisende Persönlichkeit und man spürt so richtig die Emotionen auch für das Thema.
01:09:45: Was macht dir denn jetzt so am meisten Lust auf die Zukunft?
01:09:51: Also baulich gesehen?
01:09:54: Ja, klar.
01:09:55: Also immer wieder Innovationen, die halt entstehen.
01:09:58: Und es gibt ja auch immer wieder tolle Produkte, die entwickelt werden, neue Produkte, die auf den Markt kommen, wo ich mir denke, warum kann man da früher noch nicht drauf, warum haben wir eigentlich immer so ... konventionell viele Sachen gemacht.
01:10:09: Das finde ich total toll.
01:10:10: Wobei ich auch sagen muss, dass ich dann manchmal das Gefühl habe, dass man vielleicht auch auf so vielleicht eine Technologie oder auf einem auf einem Baustoff wartet, der plötzlich die Probleme alle löst oder so.
01:10:21: Ja, hat man ja oft auch.
01:10:24: das Gefühl gehabt, bei bestimmten Energieformen, dass sie vielleicht mal ganz schnell kommen und dann alles lösen.
01:10:31: Fusionen will ich jetzt gar nicht schlechtreden und so, ja, aber das löst kein heutiges Problem, sondern das müsste man anders angehen, Dinge, die man schnell umsetzen kann.
01:10:40: Also das will ich damit sagen, ich finde Innovationen total toll und wichtig und das motiviert mich auch immer, macht mich optimistisch für die Zukunft.
01:10:48: Aber ich finde halt, dass wir auch heute schon ganz viele großartige Lösungen haben.
01:10:52: Ich habe es vorhin schon gesagt, wir haben tolle Materialien und tolle Technologien und die müssten wir eigentlich nur noch umsetzen.
01:11:00: Wir müssten eigentlich nur noch einen Weg finden, das entsprechend zu kommunizieren und ich probiere meinen Teil beizutragen, indem ich mit den Studierenden diese Gespräche führe und dass die das dann in die Breite bringen und dann muss jeder halt seine Aufgabe entsprechend machen.
01:11:14: Und dann glaube ich, dass wir heute schon ganz viele Möglichkeiten haben, um auch positiv in die Zukunft zu schauen.
01:11:20: Das macht doch Mut.
01:11:22: Also wenn ich zum Beispiel schaue, dass ich habe jetzt vor kurzem erst ein Artikel gelesen, über diese große Fluss-Wasser-Wärme-Pumpe, die in Mannheim errichtet wird.
01:11:33: Ja, ist ja dann die Welt größter, wenn ich das richtig im Hinterkopf habe.
01:11:37: Also was es schon gibt für Möglichkeiten, um beispielsweise mit der Wärme des Flusses, die man dann nutzt, um ganze Quartiere quasi.
01:11:46: Emissionsneutral zu zu wärmen.
01:11:50: Also klar den Strom brauche ich immer noch für die Wärmepumpe klar, aber mit einem entsprechenden Wirkungsgrad eben.
01:11:57: Das ist toll und ich finde es schön, wenn sowas auch umgesetzt wird.
01:11:59: Also in Mannheim hat man, glaube ich, vorher eine kleinere gemacht, dann deutlich geringere Leistungen und jetzt die ist halt, ich glaube, hundertfünfzig Megawatt oder so.
01:12:08: Und vor dir war, glaube ich, zwanzig gelesen.
01:12:09: Also mal so ein Testballon und hat gesehen, es funktioniert.
01:12:12: Dann kann man es doch auch größer machen.
01:12:15: dass man das dann als langsam umsetzt und auch mal so Zweifel beiseitewischt, wenn man sich eben zu achtundneunzig Prozent sicher ist und auf die zwei Prozent Unsicherheit dann halt mal verzichtet.
01:12:26: Das stimmt nicht einfach total positiv.
01:12:31: Und generell so Markus in der Gesellschaft.
01:12:33: Positivismus stand auch Deutschland.
01:12:36: Wie steht es um uns so, um unsere Fähigkeit?
01:12:39: diese positivem Bildervision derzeit zu vermitteln oder zu entwickeln überhaupt erst.
01:12:47: Also ich finde immer noch, dass Deutschland ein total tolles Land ist.
01:12:50: Ich stehe total gerne.
01:12:51: Und ich finde, dass wir immer noch ganz viele Möglichkeiten haben zu gestalten.
01:12:56: Auch wenn man oftmals das Gefühl hat, dass bestimmte Branchen vielleicht abgehangen sind auch schon von anderen Ländern, die uns da irgendwie überholen.
01:13:03: Aber wir haben immer noch viele Möglichkeiten zu gestalten und auch viele... versteckte Champion sozusagen in ihren Bereichen, die man oftmals gar nicht auf dem Radar hat.
01:13:13: Und darauf sollte man uns halt berufen.
01:13:14: Und ich finde, es gibt kaum einen Grund, da negativ in die Zukunft zu schauen.
01:13:20: Wenn man in anderen Regionen der Welt unterwegs ist, hat man ganz andere Problemfelder, die wir hier überhaupt nicht kennen.
01:13:26: Und deswegen, also ich persönlich bin davon überzeugt, dass wir hier beste Voraussetzungen haben, eben noch zu gestalten.
01:13:34: Also ich finde den Standort immer noch toll.
01:13:36: Ich will auch nicht weg hier aus Deutschland.
01:13:38: Ich will auf jeden Fall hier bleiben.
01:13:40: Meine Frau kommt aus Thailand, beispielsweise.
01:13:43: Wenn ich mir anschaue, was dort für Verwerfungen existieren.
01:13:49: Ja, schon regelmäßig.
01:13:50: Familie ist halt dort von hier.
01:13:52: Also einmal im Jahr sind wir dann schon dort.
01:13:55: Aber da sieht man halt mal ganz andere Perspektive auch.
01:13:59: Und da haben ja schon Luxusprobleme teilweise.
01:14:03: Themen, die aber auch zu emotionalisiert werden von verschiedensten Interessengruppen.
01:14:11: Und wenn wir das schaffen, aus diesen Bereichen die Emotionalität wieder ein Stück weit rauszunehmen und uns auf die Fakten auch fokussieren, dann glaube ich, dass... dass man auch positiv an die Zukunft schauen kann.
01:14:22: Also ich habe jetzt gerade so ein Beispiel.
01:14:24: Bei mir zu Hause, bei meinem Heimatort, wo ich lebe, in Südtüring, das soll halt ein Windpark entstehen und ich habe jetzt mehrere Artikel gelesen, eine Regionalzeitschrift von so einem Anti-Windkraftverein, die halt Argumente in Anführungszeichen vorgetragen haben und es gibt Dinge, klar, da muss man auch darüber reden.
01:14:44: Aber andere Dinge, das sind keine Fakten gewesen.
01:14:46: Es waren halt nur emotionale Meinungen gewesen, die keinerlei sachliche Grundlage hatten.
01:14:50: Da hat sich keiner Gedanken gemacht über so eine Ökobilanz, beispielsweise von so einer Windenergieanlage, dass die nach einem Jahr oder nach einem halben Jahr vielleicht auch schon, je nachdem die ganzen grauen Emissionen, die da drinnen stecken, quasi wieder eingespart hat, wenn man sich dann das Fusil quasi sparen kann.
01:15:07: Also solche Punkte werden dort nicht adressiert.
01:15:10: Und wenn man es schafft, das Ganze sachlicher auch wieder zu vermitteln, das versuche ich auch momentan, beispielsweise über LinkedIn, ich habe so eine kleine Mythen-Reihe gestartet, wo ich ein paar Mythen zur Windkraft mal beschrieben habe, wo es beispielsweise auch um solche Emissionen geht oder Energien oder auch Flächenversiegelungen beispielsweise, wo man sagt, das zerschneidet alle Flächen, aber am Ende.
01:15:33: Ist das eine sehr kleine Fläche, die übrig bleibt?
01:15:35: Also, wenn man schafft, das Ganze zu versachlichen.
01:15:37: auch wieder, da, wo man die Emotionalität nicht so extrem braucht, glaube ich, sieht man wieder ein klares Bild.
01:15:42: Das ist eigentlich noch ganz positiv.
01:15:45: Es gibt viele Dinge, wo man was machen muss.
01:15:48: Ich will nicht selbst zufrieden jetzt irgendwie klingen.
01:15:50: Aber uns geht es schon noch gut und wir haben die Möglichkeiten.
01:15:56: Also, wenn jemand mehr von Markus lesen will, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt einen... auf Folgen antragen.
01:16:04: Ja,
01:16:05: gucken
01:16:06: wir mal.
01:16:06: Und der Kammer natürlich.
01:16:07: Ja, das sowieso.
01:16:11: Gut, danke, Markus.
01:16:12: Wie toll.
01:16:12: Du bist heute dran, die letzte Frage zu stellen.
01:16:14: Genau.
01:16:16: Also, es ist ja so, Markus, dass so diese kurze Form, die ist ja immer so ein besonderer, besonderer Disziplin.
01:16:23: Und die liegt dir ja auch als Influencer.
01:16:27: Wenn du unseren Podcast jetzt beschließen dürftest mit ein, zwei, drei, maximal drei Sätzen.
01:16:33: die du einfach so ganz konzentriert mitgeben möchtest.
01:16:37: Wie würden diese Sätze erlauben?
01:16:42: Also ich finde es wichtig, dass man sich erstens selber Gedanken macht über seine Fragestellung, die man eben so hat.
01:16:53: Ehrlich, also dass man sich ehrlich Gedanken macht über die Fragestellung.
01:16:57: Das heißt, in einem entsprechenden Zeithorizont sich Entscheidung überlegt, was resultiert für Konsequenzen daraus, für mich, für die Gesellschaft.
01:17:06: Ganzheitlich, was gibt's für Wechselwirkungen?
01:17:08: Also, was beeinfluse ich durch diese Entscheidung?
01:17:11: positiv oder vielleicht auch negativ?
01:17:13: Und, dass man sich diese Konsequenzen einfach vor Augen führt.
01:17:18: Also, Ganzheitlichkeit und den Lebenszyklusgedanken.
01:17:22: Das sind, glaub ich, so die Kernpunkte, die ich ansprechen wollte, die mehr in den Fokus gerückt werden müssen.
01:17:28: Mhm.
01:17:30: Gut.
01:17:31: Super.
01:17:32: Vielen Dank.
01:17:33: Schön, dass du da warst, Markus.
01:17:35: Hat mich sehr gefreut.
01:17:37: So, Davina, Marco ist gerade weg.
01:17:39: Er macht jetzt so einen schönen Tag in
01:17:40: Stufgarten.
01:17:41: Wie geht's hier nach dem Gespräch?
01:17:44: Wow, also es waren wahnsinnig viele unterschiedliche Themen, die wir angeschnitten haben.
01:17:51: Für mich besonders interessant und spannend war tatsächlich das Thema Influencer oder Content Creator oder wie man das auch immer beschreiben möchte, auch wenn er sich selber ja nicht als solcher sieht.
01:18:05: fand ich es total interessant, da auch mal so ein bisschen Einfliege zu bekommen in dieses Social Media Bubble.
01:18:12: Ja, voll.
01:18:14: Und ich fand es irgendwie gut, dass wir in der Folge so ein bisschen probiert zu unterscheiden zwischen ganz, ganz viel Kritik und dann aber auch ganz viel erbauliches.
01:18:26: Und das fand ich auch irgendwie gut, dass wir mal so wirklich in beide Richtungen so einen kleinen Rundumschlag
01:18:31: gewagt
01:18:31: haben.
01:18:32: Ja, total.
01:18:33: Und ich finde aber am Ende wurden wir mit ganz viel Hoffnung und positiven Gedanken
01:18:38: zurückgelassen.
01:18:40: Also,
01:18:42: hört's euch an, es macht
01:18:43: wirklich Spaß.
01:18:45: Vielen Dank fürs Zuhören.
01:18:46: Bis zum nächsten Mal.
01:18:48: Bis bald.
01:18:49: Ciao.
01:18:55: Ja, und ist ja auch für mich perfekt gewesen.
01:18:57: Ich wollte sowieso noch mal ein paar schöne Weihnachtsmärkte anschauen.
01:19:00: Ja.
01:19:01: Also ich kann ja den Ludwigsburger sehr empfehlen und den Esslinger.
01:19:05: Also
01:19:05: Esslinger?
01:19:06: Ich persönlich
01:19:06: ja noch schöner als Stuttgarnt.
01:19:08: Ja, Esslinger ist morgen dran.
01:19:09: Auf den Plan tatsächlich und... Ach,
01:19:11: du bleibst jetzt noch ein paar
01:19:12: Tage.
01:19:12: Ich bleib einen Tag noch hier und ich... Ich glaube, hier gab es doch auch diesen tollen finnischen Weihnachtsmarkt immer.
01:19:19: Ja, das stimmt.
01:19:20: Genau, auf dem Karlsplatz ist
01:19:21: der, ne?
01:19:22: Genau.
01:19:23: Die Folge kommt im Februar, wir müssen uns aufhören über Weihnachten.
01:19:25: Leute haben das gerade alles satt.
01:19:27: Die
01:19:27: sind fertig mit Weihnachten.
01:19:29: Also vielen Dank,
01:19:33: dass du da warst.
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